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Krawalle bei AfD-Demonstration gegen Asylpolitik

Rechtspopulismus Krawalle bei AfD-Demonstration gegen Asylpolitik

Rund 3000 Menschen protestieren in Mecklenburg-Vorpommern und Bayern gegen die Asylpolitik - etwa halb so viele Demonstranten halten dagegen. in zwei Städten geht es friedlich zu, in einer dritten mündet die Rivalität in offene Gewalt.

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Rund 3000 Menschen protestieren in Mecklenburg-Vorpommern und Bayern gegen die Asylpolitik.

Quelle: dpa

Rostock. Bei einer Kundgebung der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland (AfD) in Rostock ist es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen mit Gegendemonstranten gekommen. Aus beiden Lagern wurden am Samstag laut Polizei Flaschen, Steine sowie Pyrotechnik geworfen. Dabei seien fünf Beamte leicht verletzt worden. Während die AfD in Rostock 1800 Demonstranten mobilisieren konnte, folgten im oberbayerischen Grenzort Freilassing etwa 1000 Sympathisanten dem Aufruf zum Protest gegen die deutsche Asylpolitik.

Unter den Kundgebungsteilnehmern in Rostock waren nach Angaben der Polizei auch Anhänger der NPD. Deutschland müsse das "Asylchaos" unter Kontrolle bringen, lautete eine der Forderungen der Versammlung vor dem Hauptbahnhof. Zu einer Gegenkundgebung unter dem Motto "Rostock hetzt nicht - Rostock hilft" sowie einer interreligiösen Andacht unter dem Motto "Flüchtlinge willkommen!" versammelten sich andernorts etwa 1000 Menschen.

Nahe dem Hauptbahnhof kam es zu Auseinandersetzungen zwischen beiden Lagern. Polizisten wurden von rund 60 Personen angegriffen, sieben Demonstranten wurden vorläufig festgenommen.

In der Landeshauptstadt Schwerin gingen am Samstag nach Polizeiangaben auch rund 300 Anhänger des fremden- und islamfeindlichen Bündnisses Pegida auf die Straßen. Dort blieb es den Polizeiangaben zufolge aber ruhig.

Ebenfalls friedlich verliefen zwei rivalisierende Veranstaltungen im bayerischen Freilassing: Dort hatte die AfD am Samstag rund 1000 Menschen für ihre Protestaktion mobilisiert, während zeitgleich nach Polizeiangaben auch rund 600 Gegendemonstranten aufzogen. Die Stadt im Berchtesgadener Land liegt an der Grenze zu Österreich und steht im Fokus der Flüchtlingspolitik, weil viele Asylbewerber dort in die Bundesrepublik einreisen.

Von der Flüchtlingskrise scheint die AfD weiter zu profitieren. "Pro Tag wollen im Schnitt rund 40 Menschen bei uns Mitglied werden", sagte Parteichefin Frauke Petry der "Welt am Sonntag". Die Zahl der Mitglieder und Förderer sei mit 19 000 schon fast wieder so hoch wie vor der Spaltung im Sommer. Die Partei, die im Juli nach der Abspaltung des liberal-konservativen Flügels noch bei drei Prozent lag, kam in jüngsten Umfragen auf 6 bis 7 Prozent.

dpa

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