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18 Jahre Haft für Kongos Ex-Vizepräsidenten

Internationaler Strafgerichtshof 18 Jahre Haft für Kongos Ex-Vizepräsidenten

Er ist verantwortlich für Plünderungen, Vergewaltigungen und Morde, die in der Zentralafrikanischen Republik in den Jahren 2002 und 2003 verübt wurden. Nun hat man Kongos Ex-Vizepräsident Jean-Pierre Bemba zu 18 Jahren Haft verurteilt. 

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Jean-Pierre Bemba wurde vom Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag zu 18 Jahren Haft verurteilt.

Quelle: Michael Kooren

Den Haag. Der Internationale Strafgerichtshof im niederländischen Den Haag hat am Dienstag den ehemaligen Vizepräsidenten des Kongo, Jean-Pierre Bemba, zu 18 Jahren Haft wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit verurteilt.

Bereits im März wurde der 53-Jährige schuldig gesprochen, in den Jahren 2002 und 2003 als oberster Befehlshaber einer Miliz für massenhafte Plünderungen, Vergewaltigungen und Tötungen in der benachbarten Zentralafrikanischen Republik verantwortlich gewesen zu sein. Der Politiker kontrollierte die "Bewegung für die Befreiung des Kongo", die an einem Konflikt in der Zentralafrikanischen Republik 2002 beteiligt war.

Sexuelle Gewalt als Kriegswaffe

Der Ex-Vizepräsident ist der ranghöchste Politiker, den das Gericht bisher verurteilt hat. Es handelte sich außerdem um den ersten Prozess zum Einsatz von sexueller Gewalt als Kriegswaffe. Tausende Frauen und Mädchen waren von der Miliz auf brutalste Weise missbraucht worden.

Bemba hatte stets seine Unschuld beteuert, es wird erwartet, dass er in Berufung geht. Die Anklage hatte 25 Jahre Haft für die Verbrechen gefordert. Bemba sitzt seit 2008 in Untersuchungshaft, die Zeit wird auf die verhängte Strafe angerechnet.

dpa/RND

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