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Mindestens 63 Tote bei Anschlägen im Irak

Explosionen in Bagdad Mindestens 63 Tote bei Anschlägen im Irak

In der jüngsten Terrorwelle wird Iraks Hauptstadt Bagdad erneut von schweren Explosionen erschüttert: Bei Anschlägen sind am Dienstag mindestens 63 Menschen getötet worden. Es gab Explosionen in mehreren schiitisch geprägten Stadtteilen sowie südlich von Bagdad.

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Schwere Anschläge erschüttern Iraks Hauptstadt Bagdad.

Quelle: Mohammed Jalil/Symbolbild

Bagdad. Bei den Explosionen auf einem Markt im schiitisch geprägten Stadtteil Al-Schaab im Norden der Stadt seien mindestens 44 Menschen gestorben und wenigstens 90 verletzt worden, berichteten Mitarbeiter umliegender Krankenhäuser und Augenzeugen am Dienstag. Die Augenzeugen identifizierten eine Frau als Selbstmordattentäterin. In einer zunächst nicht verifizierbaren Botschaft im Internet bekannte sich die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zu der Tat.

Bei einem weiteren Anschlag auf einen Markt im schiitisch geprägten Stadtteil Sadr City sind mindestens 15 Menschen gestorben. Durch die Explosion einer Autobombe seien zudem mindestens 30 Personen verwundet worden, berichteten Augenzeugen.

Südlich Bagdads seien zudem vier weitere Menschen bei zwei Bombenexplosionen gestorben. In den vergangenen Tagen hatten mehrere schwere Anschläge, zu denen sich ebenfalls die sunnitische Terrormiliz IS bekannte, das Land erschüttert. Unter anderem starben bei einer Attentatsserie gegen Schiiten in Bagdad am vergangenen Mittwoch mehr als 90 Menschen. Die Dschihadisten betrachten Angehörige dieser islamischen Konfession als Abtrünnige.

Die Dschihadisten sind durch Offensiven der irakischen Armee und der mit ihr verbündeten US-geführten Militärkoalition unter Druck geraten und verloren in den vergangenen Monaten Gebiete. Der IS kontrolliert aber immer noch große Teile im Westen und Norden des Landes. Die Gewalt kann als Machtdemonstration der Extremisten gesehen werden, trotz der Offensiven zu großen Anschlägen fähig zu sein.

dpa

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