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Deutschland / Welt Fall Özil und Gündogan – Steinmeier ratlos
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Fall Özil und Gündogan – Steinmeier ratlos
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16:07 06.06.2018
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Quelle: imago
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„Im ersten Moment habe ich mich gefragt, ob das eine bewusste Entscheidung war oder ob sie überrumpelt worden sind. Es hat mich dann, ehrlich gesagt, auch ein bisschen ratlos gemacht. Weniger weil Gündoğan gesagt hat, Erdoğan ist mein Präsident, sondern weil sie beide in Deutschland groß geworden sind. In jeder Hinsicht, auch sportlich. Sie spielen für die deutsche Nationalmannschaft.

Es hätte sie deshalb nicht überraschen dürfen, dass ihr Treffen mit dem türkischen Staatspräsidenten Kritik auslöst.“ So schildert Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier seine erste Reaktion auf das Verhalten der beiden Nationalspieler. Mezut Özil und Ilkay Gündoğan hatten während eines Aufenthalts in London den türkischen Staatspräsident Erdoğan getroffen und damit für einen Eklat gesorgt, zumal Gündoğan den türkischen Staatschef „meinen Präsident“ genannt hatte.

Anruf beim Bundespräsidenten

Kurze Zeit später, so schildert es der Bundespräsident in der Wochenzeitung „Die Zeit“, habe es – auf Initiative von Ilkay Gündoğan – einen Anruf bei ihm gegeben. „Mir wurde gesagt, es gebe ein dringendes Bedürfnis der beiden, Missverständnisse auszuräumen. Mindestens haben beide also durch die nachfolgende Debatte wahrgenommen, dass es ein Problem gibt.“

Auf die Frage, ob sich die beiden Sportler bei ihm entschuldigt hätten, antwortet Steinmeier in der „Zeit“ ausweichend: „Das ist eine Interpretationsfrage. Wenn ich die beiden Aussagen ernst nehme – und ich habe keinen Anlass, das nicht zu tun –, dann haben die beiden jedenfalls erkannt, dass es für sie gut ist, sich zu diesem deutschen Staat und ihrem loyalen Verhältnis zu ihm zu bekennen und das entstandene Bild zu korrigieren.“

Von RND

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