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Farage distanziert sich von Millionen-Versprechen

Brexit-Befürworter Farage distanziert sich von Millionen-Versprechen

Wenn Großbritannien aus der EU austritt, würde das Land 350 Millionen Pfund in die Gesundheit investieren können – anstatt das Geld nach Brüssel zu schicken. Damit warben die Brexit-Befürworter. Einer ihrer Wortführer spricht jetzt von einem Fehler.

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Nach dem Brexit nennt Nigel Farage das Millionen-Versprechen einen "Fehler".

Quelle: EPA/HANNAH MCKAY EPA/HANNAH MCKAY

London. Der britische Rechtspopulist Nigel Farage hat sich kurz nach dem EU-Referendum von einem zentralen Versprechen der Brexit-Kampagne distanziert. In der ITV-Sendung "Good Morning Britain" sagte der UKIP-Politiker, er könne nicht garantieren, dass wie von den Brexit-Befürwortern angekündigt 350 Millionen Pfund pro Woche statt an die EU nun an das Gesundheitssystem NHS gingen.

"Das war einer der Fehler, die die 'Leave'-Kampagne gemacht hat", sagte Farage am Freitag. Er selbst habe damit nicht geworben. "Sie müssen verstehen, dass ich von der Kampagne ausgeschlossen wurde und ich, wie immer, mein eigenes Ding gemacht habe." Farage ist seit Jahren einer der prominentesten Befürworter eines britischen EU-Austritts.

Tatsächlich zahlt Großbritannien viel weniger

Unklar ist noch, wie die Menschen in Großbritannien darauf reagieren. Auf Twitter schrieb jemand wütend: "Ein Fehler? Es stand auf Eurem Wahlkampfbus!" Dazu veröffentlichte er ein Foto von dem Fahrzeug.

Wie der "Spiegel" schreibt, überweist die britische Regierung auch keineswegs 350 Millionen Pfund jede Woche an Brüssel. Margaret Thatcher habe 1984 einen Sonderstatus für Großbritannien ausgehandelt. Dadurch habe sich die wöchentliche Zahlung auf 250 Millionen Pfund reduziert. Und wenn man noch die Summe abziehe, die die EU an Großbritannien überweise, zahle das Land wöchentlich nur 110 Millionen Pfund.

dpa/RND/wer

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