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Fast jeder Zehnte macht Home Office

Arbeitsmarkt Fast jeder Zehnte macht Home Office

Lieber zu Hause arbeiten als Präsenzpflicht im Büro? Das Home Office erfreut sich großer Beliebtheit, wie neue Zahlen der Bundesregierung zeigen. Männer nehmen diese Absprache mit dem Arbeitgeber mehr in Anspruch als Frauen.

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Home office: „Der Beschäftigte muss gesetzliche und tarifliche Arbeitszeitregeln einhalten.“

Quelle: dpa

Berlin. Fast jeder zehnte Beschäftigte in Deutschland arbeitet regelmäßig im „Home Office“ von zu Hause aus. Das geht aus der Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage der Linken-Arbeitsmarktexpertin Jutta Krellmann hervor, die dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegt.

Demnach hätten elf Prozent der männlichen Beschäftigten mit ihren Arbeitgebern Telearbeit oder „Home Office“ vereinbart. Bei den Frauen sind es sieben Prozent. Im bundesweiten Schnitt sind es neun Prozent. Mit zunehmender Qualifikation steigt der Anteil der Beschäftigten, die regelmäßig von zu Hause arbeiten: Bei den Hochqualifizierten sind es laut Bundesarbeitsministerium 17 Prozent.

Die Linke will Selbstausbeutung verhindern

Im Koalitionsvertrag von Union und SPD heißt es, die Digitalisierung helfe Eltern, Familie und Beruf in Einklang zu bringen: „Diese Chance für mobiles Arbeiten wollen wir nutzen.“

Linken-Politikerin Krellmann sagte, um die Vorteile von mobilem Arbeiten zu verwirklichen, müssten Arbeitgeber, Beschäftigte und Politik Verantwortung übernehmen: „Der Beschäftigte muss sich selbst schützen, indem sie gesetzliche und tarifliche Arbeitszeitregeln einhalten, Pausen machen und rechtzeitig den Rechner zuklappt.

Auch die Arbeitgeber müssen auf die Einhaltung der Arbeitszeiten und die Vorgaben des Arbeits- und Gesundheitsschutzes weiter überprüfen und kontrollieren.“ Entscheidend werde sein, wie einer räumlichen und zeitlichen Entgrenzung von Arbeit gegengesteuert werden könne.

Von Rasmus Buchsteiner/RND

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