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Fußballfan erschlägt Flüchtling

Italien Fußballfan erschlägt Flüchtling

In Italien soll ein Fußballfan einen Flüchtling auf offener Straße erschlagen haben. Dabei soll der Angreifer auf sein Opfer noch eingeprügelt haben, als der Mann aus Nigeria bereits am Boden lag.

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Trauer in Fermo: In der italienischen Kleinstadt ist ein Flüchtling aus Nigeria von einem Fußballfan angegriffen und erschlagen worden.

Quelle: EPA/CRISTIANO CHIODI

Rom. Der 36-jährige Emmanuel Chidi aus Nigeria ging mit seiner Freundin in der Kleinstadt Paolo spazieren, als er von einem Fußballfan rassistisch angepöbelt und dann brutal auf den Kopf geschlagen worden sei, berichtete die Nachrichtenagentur Agi.

Der Angreifer soll ein Ultra-Fan des örtlichen Fußballklubs sein. Er soll den Nigerianer und seine 24-jährige Freundin zunächst rassistisch beleidigt haben. Als Chidi auf die Provokationen reagierte, habe ihm der Fußballfan auf den Kopf geschlagen, schrieb Agi.

Bürgermeister ist schockiert

Der Nigerianer sei daraufhin bewusstlos zu Boden gegangen, berichtete die Nachrichtenagentur. Trotzdem habe der Angreifer weiter auf sein Opfer eingeschlagen. Chidi sei später in ein Krankenhaus gebracht worden, wo er am Mittwoch gestorben sei, ohne vorher noch einmal das Bewusstsein wiedererlangt zu haben.

Der Bürgermeister der Stadt zeigte sich schockiert. "Ich habe das Gefühl, in einem Albtraum zu sein", sagte er der Agentur. Seine Stadt wolle für Migranten offen und aufgeschlossen sein.

Auf der Überfahrt verlor sie ihr Baby

Chidi und seine Freundin waren zusammen aus Nigeria geflohen und mit einem Boot über das Mittelmeer nach Italien gekommen. Kurz nach der gefährlichen Überfahrt verlor die junge Frau ihr Baby. Seit acht Monaten lebten die beiden nun in Fermo in den mittelitalienischen Marken, untergebracht waren sie zuletzt in einem Heim der Caritas.

In Italien treffen fast jeden Tag hunderte Flüchtlinge ein, die über das Mittelmeer nach Europa fliehen. In diesem Jahr erreichten bereits mehr als 70.000 Flüchtlinge Italiens Küsten. 2800 Menschen ertranken seit Anfang des Jahres im Mittelmeer. Viele der Boote sind nicht seetauglich und werden von skrupellosen Schleppern völlig überladen auf den Weg geschickt.

Zum Täter wurden keine weiteren Angaben gemacht.

afp/RND/wer

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