Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland / Welt „Unsere Möglichkeiten sind endlich“
Nachrichten Politik Deutschland / Welt „Unsere Möglichkeiten sind endlich“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:57 28.09.2015
"Unser Herz ist weit, doch unsere Möglichkeiten sind endlich“, sagte Gauck zum Auftakt der 40. Interkulturellen Woche am Sonntag in Mainz. Quelle: dpa
Anzeige
Mainz

 „Unser Herz ist weit, doch unsere Möglichkeiten sind endlich“, sagte Gauck zum Auftakt der 40. Interkulturellen Woche am Sonntag in Mainz. Gauck bezeichnete die bundesweite Hilfe von Bürgern als „Graswurzelbewegung der Menschlichkeit“, warnte aber zugleich vor drohenden „Spannungen zwischen Neuankömmlingen und Alteingesessenen“.

Konflikte zwischen Bürgern und Flüchtlingen könnten Gauck zufolge am besten vermieden werden, wenn „die einen wie die anderen sich nicht übervorteilt fühlen“. Der Staat müsse nun „angesichts des schnellen Zustroms den Bau von Wohnungen fördern und Schulen bauen, Lehrer und Kindergärtner einstellen, Arbeitswelt und Berufsbildung anpassen, deutsche Sprache und deutsches Recht lehren. Und das alles gleichzeitig“.

Schutz der EU-Außengrenzen

Gauck sprach sich zudem für den Schutz der EU-Außengrenzen aus, damit Deutschland ein Staat bleibe, in den „Menschen flüchten können, solange es Krieg und Verfolgung gibt“. Die Aufrechterhaltung der inneren Ordnung und letztlich des inneren Friedens seien die Voraussetzung dafür, Flüchtlinge in großer Zahl aufnehmen zu können.

Die Neuankömmlinge forderte Gauck auf, „sich voll“ in die Gesellschaft einzubringen und sich dabei bewusst zu machen, dass „wir hier in einem Land der Freiheit, der Menschenrechte und der Gleichberechtigung der Geschlechter“ leben. Es kann auch das Ihre werden.“

Ähnlich äußerte sich der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, auf dem Eröffnungsgottesdienst der von den beiden Amtskirchen getragenen Veranstaltung. Marx befürchtete ebenfalls „Schwierigkeiten“ bei der Integration. Sie könne am besten gelingen, „wenn wir den neu zu uns Gekommenen von Anfang an aussichtsreiche Bildungs- und Berufsperspektiven eröffnen und ihnen eine aktive Teilhabe an unserem Gemeinwesen ermöglichen“, erklärte Kardinal Marx.

afp

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Eine Gruppe Flüchtlinge ist nach einer Massenschlägerei aus einer Notunterkunft im nordhessischen Calden geflüchtet. Rund 300 Flüchtlinge einer Nationalität prügelten sich mit 70 anderen. Die Beteiligten schlugen unter anderem mit Stöcken aufeinander ein und sprühten Reizgas.

28.09.2015

Katalonien droht eine Zerreißprobe: Nach dem Sieg der Unabhängigkeitsbefürworter bei der Regionalwahl zeichnen sich noch heftigere Grabenkämpfe mit den Gegnern einer Unabhängigkeit ab. Die linksradikale CUP rief zu zivilem Ungehorsam gegenüber der spanischen Zentralregierung auf, die dort herrschende Volkspartei (PP) sprach der CUP den Sieg ab.

28.09.2015

Im Ministerflügel des Berliner Bendlerblocks raufen Mitarbeiter sich die Haare: Schon wieder muss ein Verteidigungsminister seine alte Doktorarbeit verteidigen. Diesmal geht es um ein Thema aus der Frauenheilkunde, veröffentlicht im Jahr 1990. Und um Ursula von der Leyen.

30.09.2015
Anzeige