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Deutschland sichert mehr Hilfe zu

Folgen des Klimawandels Deutschland sichert mehr Hilfe zu

Während in Paris die Staaten um Lösungen für den Klimawandel ringen, ist in in der chinesischen Hauptstadt Peking erstmals die höchste Smog-Alarmstufe „Rot“ ausgerufen worden. Wegen der Schadstoffbelastung wurde die Hälfte der Autos für drei Tage von den Straßen der 22-Millionen-Metropole verbannt.

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Smog-Alarm der höchsten Stufe in Peking: Wenn das kein Druck für die Klimakonferenz in Paris ist.

Quelle: dpa

Alle Schulen und Kindergärten blieben geschlossen, damit die Kinder zu Hause konnten. Auch gaben Behörden an, dass „einige Fabriken“ ihre Produktion drosseln oder stoppen mussten.

Die zähen Verhandlungen für einen Weltklimavertrag in Paris haben ihre entscheidende Phase erreicht. Am Mittwoch soll ein neuer Entwurf vorgelegt werden. Allerdings scheint eine Einigung bis Freitag weiter fraglich. In entscheidende Punkten gibt es keine Einigung. Die EU-Staaten schmiedeten eine Allianz mit afrikanischen und karibischen Staaten, um der Forderung nach einem ehrgeizigen Abkommen Nachdruck zu verleihen.

Deutschland sicherte armen Staaten am Dienstag mehr Hilfe bei der Anpassung an den Klimawandel zu. In einen dafür vorgesehenen Fonds werde die Bundesregierung zusätzlich 50 Millionen Euro einzahlen, kündigte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) am Dienstag auf dem Weltklimagipfel in Paris an. Dort wird über ein globales Klimaabkommen verhandelt. Die Frage, wie arme Staaten im Kampf gegen die Erderwärmung finanziell unterstützt werden sollen, gehört zu den zentralen Streitpunkten. „Ich hoffe, dass dieses Signal die Verhandlungen in Paris beflügelt“, sagte Hendricks. Insgesamt umfasst der Fonds derzeit 485 Millionen Dollar. Die Bundesregierung trage mit insegsamt 140 Millionen Euro dazu bei, eine Finanzierungslücke zu schließen, hieß es.

Mit in Hendricks Delegation ist Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne), der bis Sonnabend die Ergebnisse einer Vorschaltkonferenz, der „Hannover Deklaration“ vorstellen wird. „Die Staatenlenker der Welt entscheiden nicht allein, ob es gelingt, den drohenden Klimawandel noch erträglich zu gestalten“, sagte Wenzel. „Mindestens genauso wichtig ist, was Verantwortliche vor Ort tun, um den Klimawandel zu stoppen.“ Die Kommunen seien „Schlüsselakteure im Klimaschutz“. Laut Wenzel sprechen zwei Gründe dafür, dass auf kommunaler Ebene Klimaziele oftmals schneller erreicht werden könnten. Zum einen spüre man vor Ort die Folgen als erstes. Zudem würden die  lokalen Akteure viel stärker die Vorteile erkennen, die mit ambitioniertem Klimaschutz verbunden sein könnten.

Wenzel nannte als „ganz handfeste“ Beispiele die energetische Sanierung der öffentlichen Gebäude, die Umstellung des Strombezugs auf erneuerbare Energie. Zu den möglichen Ergebnissen des Pariser Gipfels meinte der Politiker: „Ich bin deutlich optimistischer als bei vorangegangen Klimakonferenzen, aber der vor uns liegende Weg ist noch verdammt lang.“

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