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Deutschland / Welt Coca-Cola sponsort EU-Veranstaltungen - Foodwatch befürchtet Einflussnahme
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16:39 26.02.2019
Coca-Cola tritt als Sponsor der EU-Ratspräsidentschaft auf. Quelle: Jens Kalaene/dpa
Berlin/Bukarest

 Die rumänische EU-Ratspräsidentschaft lässt sich von Großkonzernen wie Daimler und Coca-Cola sponsern. Bei einer Außenministerkonferenz in Bukarest waren Coca-Cola-Schilder, rote Sitzsäcke des Brausekonzerns und Getränke allgegenwärtig.

Der Verbraucherorganisation Foodwatch stößt das auf: Schließlich wird aktuell auf EU-Ebene um Nährwert-Kennzeichnungen für Lebensmittel debattiert und nach Wegen zur Zucker-Reduktion gesucht. Ein „Platin-Partner“ Coca-Cola sende da das falsche Signal, argumentiert die Organisation.

Foodwatch startet nun eine Unterschriften-Aktion. In einem offenen Brief an EU-Ratspräsident Donald Tusk und die rumänische Ministerpräsidentin Viorica Dăncilă fordert die Organisation, wegen der „daraus resultierenden Interessenskonflikte“ das Sponsoring zu beenden.

Ungewöhnlich dreist

Weiter argumentiert Foodwatch: „In einem im Jahr 2016 enthüllten Strategiepapier von Coca-Cola wird deutlich, dass das Unternehmen eine etwaige Besteuerung von Zucker „bekämpfen“ möchte.

Das Sponsoring der EU-Ratspräsidentschaft durch Coca-Cola steht im Einklang mit einem Lobbying-Ansatz, der dazu dient, die Umsetzung solcher Maßnahmen zu verhindern.

Diese Themen betreffen die Gesundheit und die Wahlfreiheit aller EU-Bürgerinnen und -Bürger und verdienen daher die unvoreingenommene Aufmerksamkeit von EU-Politikerinnen und -Politikern.“

Rumänien ist nicht das erste EU-Land, das Sponsoring für die Treffen während der Ratspräsidentschaft in Anspruch nimmt. Die Präsenz von Coca-Cola auf der Konferenz in Bukarest war jedoch besonders auffällig – oder anders gesagt, ungewöhnlich dreist.

Von RND/jps

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