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Neue Dokumentation

Forscher gehen von mindestens 136 Mauer-Toten aus


Während der Teilung Berlins in den Jahren zwischen 1961 und 1989 sind neuesten Forschungen zufolge mindestens 136 Menschen an den Grenzsperranlagen ums Leben gekommen.
Die Mauergedenkstätte an der Bernauer Straße in Berlin.

Die Mauergedenkstätte an der Bernauer Straße in Berlin.

© Michael Kappeler/ddp

Zu diesem Ergebnis kommt ein Forschungsprojekt des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF) und der Stiftung Berliner Mauer, das zugleich die biographischen Hintergründe und Todesumstände der Opfer dokumentiert. Damit liege erstmals eine wissenschaftliche Aufarbeitung der Todesfälle an der Mauer vor, sagte der Direktor der Stiftung Berliner Mauer, Axel Klausmeier, am Dienstag in Berlin.

Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) unterstrich, den Opfern sei mit der Erforschung ihrer Todesumstände die Würde zurückgegeben worden. Darin liege der Wert des Forschungsprojektes. Neumann wies darauf hin, dass angesichts der zunehmenden Unkenntnis über die „verbrecherische DDR-Diktatur“ Erinnerung und Aufarbeitung dringend notwendig seien. Den Streit über die tatsächliche Zahl der Mauertoten nannte er „deplaziert und unwürdig“.

Es gehe nicht um die höchsten Opferzahlen, „sondern um die Würde der empirischen Wahrheit“, betonte ZZF-Direktor Martin Sabrow in Anspielung auf eine seit längerem geführte Auseinandersetzung. Nach von der Arbeitsgemeinschaft 13. August am Montag vorgelegten Zahlen starben 313 Menschen an der Berliner Mauer.

Die Ergebnisse des Forschungsprojektes sind in einem biographischen Handbuch mit dem Titel „Die Todesopfer der Berliner Mauer 1961 - 1989“ erschienen. Den Besuchern des Dokumentationszentrums Berliner Mauer sollen die Informationen künftig über ein Besucherterminal sowie im Internet zur Verfügung stehen.

ddp

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