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Hollande bekommt von Trump einen "Brechreiz"

Frankreichs Präsident Hollande bekommt von Trump einen "Brechreiz"

Nachdem Donald Trump die Mutter eines toten muslimischen US-Soldaten beleidigte, reagiert auch Frankreichs Präsident Hollande darauf – mit ungewöhnlich deutlichen Worten: Trumps "Exzesse" erzeugten bei ihm ein "Gefühl des Brechreizes", erklärte Hollande.

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Frankreichs Staatspräsident François Hollande reagiert ungewöhnlich scharf auf die Kritik von Donald Trump an den Eltern eines getöteten US-Soldaten muslimischen Glaubens.

Quelle: Thibault Camus / Pool / Jim Lo Scalzo /EPA

Paris. Frankreichs Staatspräsident François Hollande geht in ungewöhnlich deutlicher Weise auf Distanz zum republikanischen US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump. Hollande rügte laut französischen Medienberichten Trumps "Exzesse", die ein "Gefühl des Brechreizes" erzeugten.

Hollande bezeichnete Äußerungen Trumps zudem als "verletzend und demütigend". Der französische Sozialist spielte laut Nachrichtenagentur AFP vom Dienstagabend auf die Kritik Trumps an den Eltern eines getöteten US-Soldaten muslimischen Glaubens an. Humayun Khan war 2004 im Irak durch ein Selbstmordattentat ums Leben gekommen.

Trump beleidigt Mutter des toten Soldaten

Der Vater des Soldaten hatte auf dem Parteitag der Demokraten am Donnerstag gesagt, Trump habe "bisher nichts und niemanden geopfert" und solle sich auf dem Friedhof in Arlington die Gräber von US-Soldaten anschauen – dort lägen Soldaten aller Ethnien und Glaubensrichtungen. Hintergrund ist, dass Trump immer wieder Muslime verbal attackiert.

Khans Frau Ghazala hatte während der Rede schweigend neben ihrem Mann auf der Bühne gestanden. Trump kommentierte das später mit den Worten: "Sie hatte nichts zu sagen (...), vielleicht war es ihr nicht erlaubt, etwas zu sagen."

Ghazala Khan entgegnete darauf: Auf der Bühne, mit einem riesigen Foto ihres Sohnes im Rücken, habe sie kaum sprechen können. "Welche Mutter könnte das? Donald Trump hat Kinder, die er liebt. Muss er wirklich fragen, warum ich nicht geredet habe?", fragte sie in einem Gastbeitrag in der "Washington Post".

afp/RND/wer

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