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Globale Waffenverkäufe weiter rückläufig

Friedensforscher Globale Waffenverkäufe weiter rückläufig

Die Verkäufe der weltweit 100 größten Waffen- und Rüstungshersteller sind im vierten Jahr in Folge zurückgegangen. Das geht aus einem am Montag veröffentlichten Bericht des Stockholmer Friedensforschungsinstituts SIPRI hervor.

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Der Verkauf von Waffen ist weltweit rückläufig.

Quelle: dpa/Archiv

Stockholm. Demnach setzten diese Konzerne 2014 insgesamt 401 Milliarden US-Dollar (umgerechnet etwa 365 Milliarden Euro) um. Das waren demnach 1,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Friedensforscher führen den Trend darauf zurück, dass führende Unternehmen in den USA und Westeuropa weniger Waffen und Militärausrüstung verkauften, während Rüstungsunternehmen in anderen Teilen der Welt ihre Umsätze steigern konnten. In Westeuropa, wo die Waffenverkäufe 2014 insgesamt um 7,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr sanken, verzeichneten nur deutsche und Schweizer Konzerne ein Umsatzplus (9,4 bzw. 11,2 Prozent).

Vor allem Russlands Rüstungsverkäufe haben 2014 zogen erneut an, trotz der dortigen angespannten Wirtschaftslage. "Russische Firmen schwimmen auf einer Woge zunehmender nationaler Militärausgaben und Exporte", erklärte der SIPRI-Forscher Siemon Wezeman. Zusammen hätten die mittlerweile elf in den "Top 100" vertretenen russischen Konzerne ein Umsatzplus von 48,4 Prozent erzielen können. Im Jahr davor hatten die russischen Rüstungskonzerne ihre Erträge um 20 Prozent steigern können. Konzerne aus China führt das Friedensforschungsinstitut mangels verlässlicher Daten nicht im Bericht auf.

Auch wenn der Westen weniger Waffen und militärische Ausrüstung verkauft, führen US-Rüstungshersteller laut SIPRI dennoch die Liste der globalen "Top 100" an. Nach wie vor seien die zehn größten Waffenkonzerne in den USA und Westeuropa ansässig. Ihr Gesamtumsatz habe im vergangenen Jahr 49,6 Prozent der globalen Verkäufe betragen.

Nach Angaben der Stockholmer Friedensforscher machen dagegen die Umsätze von Rüstungsunternehmen des sogenannten "globalen Südens", darunter Brasilien, Indien, Südkorea und die Türkei , mit derzeit 3,7 Prozent bisher nur einen vergleichsweise geringen Teil der weltweiten Waffenverkäufe aus. Allerdings behaupteten sich diese Länder zunehmend auf dem Rüstungsmarkt, heißt es in dem Bericht.

epd

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