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Zuschuss

Früherer Agrarminister Funke stolpert über 8000-Euro für Silberhochzeit

Von Klaus Wallbaum

Der früherer Agrarminister Karl-Heinz Funke ist über einen 8000-Euro-Zuschuss für seine Silberhochzeit gestolpert. Es ist das unrühmliche Ende einer Politikerkarriere.
Umstrittener Zuschuss, uneinsichtiger Funktionär: Karl-Heinz Funke.

Umstrittener Zuschuss, uneinsichtiger Funktionär: Karl-Heinz Funke.

© lni

Er ist einer der Großen unter den Politikern, wenn es um Redetalent und die Fähigkeit geht, seine Zuhörer zu begeistern. Aber gleichzeitig gehört der Sozialdemokrat Karl-Heinz Funke aus Varel im Oldenburger Land zu den wohl umstrittensten Repräsentanten einer Partei. Am Sonnabend machte der 63-Jährige erneut von sich reden: mit einer weiteren herben Niederlage. Er trat als Funktionär eines regionalen Wasserverbandes zurück.

Vor wenigen Monaten schon hatte Funke seinen Ratsvorsitz in Varel eingebüßt. Schwere Vorwürfe waren am Wochenende gegen Funke laut geworden. Er soll als Vorsteher des Oldenburg-Ostfriesischen Wasserverbandes (OOWV) einen Zuschuss von 8000 Euro für die Feier seiner Silberhochzeit kassiert haben. Funke bestritt energisch, gegen Regeln des Verbandes verstoßen zu haben – denn es gebe einen alten OOWV-Vorstandsbeschluss, wonach derartige Familienfeste durchaus mit einem Zuschuss versehen werden könnten. Doch die Spitzen des Wasserverbandes wollten diese Darstellung nicht akzeptieren. Nach einer dreistündigen internen Sitzung warfen Funke und sein Verbandsgeschäftsführer am Sonnabendabend das Handtuch.

Dies ist nun das unrühmliche Ende einer Karriere, die Funke bis in die Bundesregierung führte. Unter den Sozialdemokraten im Landtag galt er als „Rechter“, er war ein Weggefährte von Gerhard Schröder. Als der 1990 Ministerpräsident wurde, berief er Funke zum Chef des Agrarressorts. Bald schon fiel die eigenwillige Art des Landwirts und Berufsschullehrers auf. Er hielt witzige Reden, die seine Zuhörer fesselten – von manchen allerdings als frauenfeindlich abgetan wurden. Funke blieb an Schröders Seite, als dieser 1998 Kanzler wurde.

Der Oldenburger stieg zum bisher einzigen sozialdemokratischen Bundeslandwirtschaftsminister auf, musste aber schon 2001 im Zuge der BSE-Krise seinen Platz räumen. Danach gab es immer wieder Vorwürfe, die teils Gerüchte blieben, teils bewiesen wurden.

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  • Versorgungspöstchen allerorten Rubber Duck – 22.12.09
    Warum betreiben Politiker (und zwar Politiker aller Parteien, wie Paulchen unten richtig schrieb) denn wohl Klientelpolitik zugunsten irgendwelcher Interessengruppen? Weil sie dafür mit diversen Versorgungspöstchen belohnt werden. Wie sonst kommt ein ehemaliger Landwirt und Landwirtschaftsminister denn zu solchen Vorstands- und Aufsichtsratsposten bei Wasser- und Energieversorgern? Was sollte ihn dafür qualifizieren?

    Funkes unheilvolles Wirken kenne ich noch aus seiner Zeit als Landes- und Bundesminister. Da hat er ganz brutale Klientelpolitik betrieben. Gegen die Interessen der Bevölkerung, die gesunde Nahrungsmittel brauchen, und gegen die Interessen der Tiere, die Anspruch auf artgerechte Haltung und schonenden Umgang haben.

    Für all das hat er sich gut bezahlen lassen, wie übrigens alle anderen Politiker auch. Und gut zahlen können nur solche Firmen und Verbände, nicht die Arbeitnehmer und schon gar nicht die Hartz-IV-Empfänger. Aus diesem Grunde wird Politik nicht für die Gesamtheit der Bevölkerung gemacht, wozu Politiker lt. Grundgesetz verpflichtet wären, sondern gegen die Bevölkerung.

    Abhilfe könnte man nur schaffen indem die Kandidaten für politische Ämter und Mandate nicht mehr von Parteien sondern von den Wählern selbst aufgestellt würden und wenn jeder, der für so ein Amt kandidieren will, all seine Einkünfte und Abhängigkeiten offenlegen müsste.
  • Es fehlem einem die Worte nagel1904 – 21.12.09
    Diese Gier bei den Möchtegern POLITIKERN gehört abgestellt und solche Leute hart bestraft.
    Warum tritt hier die Staatsanwaltschaft nicht ein, es handelt sich doch immerhin um Veruntreuung von Verbandsgeldern. Da genau diese Leute sich meinem alles erlauben zu können ist das Strafmaß auf ein vielfaches heraufzusetzen. (Vergleich Brötchenessen) Wo bleibt die deutsche doch so viel gerühmte gerechtigkeit. Solchen Leuten gehören die Bürgerrechte abgesprochen... den sie machen es nur aus GIER....
  • Funke usw. Spottdrossel – 21.12.09
    Dienstwagen mit Fahrer, dazu noch 32.000,- Euro jährlich für Nichtstun. Ich weiß gar nicht, warum alle so eine schlechte Meinung von den Politikern haben. Ist doch ein cleverer Bursche, dieser Herr Funke! Hat er eigentlich schon das Bundesverdienstkreuz?
  • SPD paulchen – 21.12.09
    Allerdings sollte man sich davor hüten diese Raffgier nur auf die SPD zu begrenzen. In der CDU/CSU/FDP ist es nicht einen deut besser, ich denke da nur an Strauß, die Parteispenden des Herrn Kohl und all die anderen Geschichten.
  • K.H. Funke, ein Mensch ohne Gefuehl fuer Anstand Ricky – 21.12.09
    Es ist ein Unverfrorenheit mit welcher Selbstverstaendlichekeit sogenannte prominente Politiker bedienen. Es scheint, die Gier kennt keine Grenzen. Jeder normale Buerger wuerde wegen der bekanntgeworden Verfehlungen von K.H. Funke zu Freiheitsstrafen wegen Betrug verurteilt werden.

  • SPD: Kriminelle Organisation Biene Maja – 21.12.09
    Was ist das eigentlich für ein Pack in der SPD??
    Da fressen diese roten Fürsten sich die Wampe voll, saufen vom Feinsten aus dem Hause Käfer!!Gleichzeitig hat dieses Schweinepack die dreistigkeit und schickt Arbeitslose etc. mit Hartz-IV ab und schickt die Leute in die Tafeln, wo es Futterage mit abgelaufenem MHD gibt.
    Was für ein Lumpenpack ist in dieser Partei, der SPD???
    Herr Staatsanwalt übernehmen Sie!
    Funke in den Knast wegen Betruges.
  • Dreistigkeit ich – 21.12.09
    Ich möchte den Herrn Provinzfürsten bitten, wenigstens die 8000 EUR zurückzuzahlen. Das haben die Gebührenzahler zuviel zahlen müssen.
    Ihm ist offenbar jeder Anstand und guter Charakter abhanden gekommen.
  • Typisch Genossen Opa Harry – 21.12.09
    Typisch für einen Genossen, Prassen bis zum Abwinken oder die Herrschaften mit Schimpf und Schande vom Hof gejagt werden.
    Alles Lumpen in der SPD.
  • ... paulchen – 21.12.09
    Soll man das nun "Bauernschlauheit" nennen oder einfach unverfrorene Selbstbedienung.
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