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Fußballtrainer wollte Flüchtlinge radikalisieren

Verfassungsschutz enttarnt Islamist Fußballtrainer wollte Flüchtlinge radikalisieren

Er wollte junge, fußballbegeisterte Flüchtlinge für eine verbotene, islamische Organisation anwerben: Der Hamburger Verfassungsschutz hat einen Fußballtrainer enttarnt, der ein hoher Funktionär der Hizb ut-Tahrir (HuT) sein soll.

Kinder beim Fußballspielen (Symbolbild). Hamburgs Verfassungsschutz hat einen Islamisten enttarnt, der verschiedene Teams trainiert und versucht habe, junge Flüchtlinge für seine Ideologie zu gewinnen.

Quelle: dpa

Hamburg. Hamburgs Verfassungsschutz hat nach eigenen Angaben einen als Fußballtrainer tätigen höheren Funktionär der verbotenen islamistischen Organisation Hizb ut-Tahrir (HuT) enttarnt. Der Mann habe auch Mannschaften aus Flüchtlingsunterkünften sowie das Flüchtlingsteam eines Sportvereins in Hamburg trainiert, teilte der Verfassungsschutz am Donnerstag auf seiner Homepage mit. Zudem habe er sporadisch als Dolmetscher fungiert. Die betroffenen Einrichtungen und Verein wollten sich nun von dem Mann trennen.

Nach Erkenntnissen des Verfassungsschutzes ist der Mann bei der HuT Ansprechpartner für die sportlichen Aktivitäten. Im Rahmen seiner Tätigkeit als Trainer und Dolmetscher habe er unter Ausnutzung seiner Vertrauensstellung versucht, junge, meist afghanischstämmige Flüchtlinge für die Ideologie der HuT zu interessieren.

Die islamistische HuT ist seit 2003 verboten, weil die Organisation den Gedanken der Völkerverständigung ablehne, Gewalt zur Durchsetzung politischer Ziele befürworte, antisemitische Hetzpropaganda verbreite und zur Tötung von Juden auffordere.

Ziel der HuT sei die Errichtung eines weltweiten Kalifats, in dem die Scharia Maßstab gesellschaftlichen Handelns sei. In Hamburg rechnet der Verfassungsschutz der HuT derzeit rund 140 vorwiegend afghanisch- oder türkischstämmige Personen zu – 20 mehr als 2016.

Von RND/dpa

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