Volltextsuche über das Angebot:

20 ° / 13 ° Regenschauer

Navigation:
Gaddafi feuert Kurzstreckenrakete auf eigenes Volk ab

Bürgerkrieg in Libyen Gaddafi feuert Kurzstreckenrakete auf eigenes Volk ab

Zum ersten Mal seit dem Ausbruch des Bürgerkriegs in Libyen hat Gaddafi Medienberichten zufolge eine Kurzstreckenrakete auf sein eigenes Volk abfeuern lassen. Die Scud-Rakete verfehlte ihr Ziel jedoch um 80 Kilometer.

Voriger Artikel
Boetticher tritt auch als Fraktionschef zurück
Nächster Artikel
Hans-Jörn Arp ist Favorit für CDU-Fraktionsvorsitz in Kiel

Medienberichten zufolge soll Gaddafi eine Kurzstrekcnerakete des Typs Scud im libyschen Bürgerkrieg eingesetzt haben.

Quelle: dpa

Tripolis. Die Truppen des libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi setzen nach den jüngsten Gebietsgewinnen der Rebellen jetzt Raketen mit größerer Reichweite ein. Der US-Sender CNN berichtete in der Nacht zum Dienstag, sie hätten östlich der Stadt Sirte erstmals seit Beginn des Bürgerkrieges im Februar eine Kurzstreckenrakete vom Typ Scud abgefeuert. Die noch aus sowjetischer Produktion stammende Rakete habe die Ortschaft Al-Brega treffen sollen. Sie habe ihr Ziel aber um gut 80 Kilometer verfehlt und sei in der Wüste explodiert. Vor den US-Medien hatten bereits die Rebellen berichtet, die Gaddafi-Truppen hätten erstmals vom Stadtrand von Sirte aus die östliche Region Al-Brega beschossen.

In Al-Brega starben am Montag nach Angaben der Oppositionszeitung „Qurayna“ 26 Kämpfer der Rebellenarmee. 40 Kämpfer seien verletzt worden, hieß es am Dienstag. Die meisten von ihnen seien von Scharfschützen erschossen worden. In der Umgebung von Sabratha westlich von Tripolis sollen zwei Rebellen getötet worden sein.

Die staatlichen Medien Libyens ignorieren die militärischen Erfolge der Rebellen derweil völlig. Die Nachrichtenagentur Jana meldete lediglich, bei einem Treffen von Stammesführern der Zentralregion in Gaddafis Heimatstadt Sirte habe man beschlossen, Waffen und Munition von den Bürgern einzusammeln, damit nicht sinnlos herumgeschossen werde. Die Waffen sollten stattdessen für den Kampf gegen die Feinde Libyens eingesetzt werden. Während des Treffens sei außerdem über die Vorbereitungen für die Feier zum Nationalfeiertag am 1. September gesprochen worden. Am Jahrestag der Revolution von 1969, die ihn an die Macht brachte, lässt sich Gaddafi jedes Jahr mit großem Pomp feiern.

jhe/dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Libyens Staatschef
Libyens Revolutionsführer Muammar al Gaddafi.

Schrille Töne von Revolutionsführer Muammar al Gaddafi: Der libysche Staatschef hat alle Muslime zum Heiligen Krieg gegen die Schweiz aufgefordert.

mehr
Mehr aus Deutschland / Welt
Parteitag der Grünen in Göttingen August 2017

Beim dreitägigen Parteitag in Göttingen wählten die Grünen Anja Piel als Spitzenkandidatin für die Landtagswahl im Oktober 2017.

Die Karikatur des Tages

So sehen unsere Karikaturisten die Welt.

24. Juli 2017 - Alev Doğan in Allgemein

Es gibt eine Wahrheit, vor der auch ich mich schon lange drücke. Eine, die auszusprechen weh tut: Um die Türkei steht es im Moment nicht gut. Ach was, um die Türkei steht es im Moment miserabel.

mehr