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Gauck und Merkel bei Einheitsfeier in Frankfurt

Berliner Festmeile Gauck und Merkel bei Einheitsfeier in Frankfurt

Drei Tage feiert Frankfurt das silberne Jubiläum der deutschen Wiedervereinigung. Das Motto der Feierlichkeiten von 25 Jahren Einheit: „Grenzen überwinden“. Auch in Berlin herrscht Partystimmung: Auf der Festmeile treten die Rockband Revolverheld und die Sängerin Lena auf.

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Quelle: dpa

Frankfurt. Die Spitzen des deutschen Staates sind am Samstag in Frankfurt zur zentralen Feier des 25. Jubiläums der Wiedervereinigung zusammengekommen. Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) als Gastgeber begrüßte bei strahlendem Sonnenschein Bundespräsident Joachim Gauck, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) und den Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts, Andreas Voßkuhle. 

Die Spitzen des deutschen Staates sind am Sonnabend in Frankfurt zur zentralen Feier des 25. Jubiläums der Wiedervereinigung zusammengekommen.

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Nach dem Eintrag ins Goldene Buch feierten sie zusammen mit Gästen im Dom einen ökumenischen Gottesdienst, bevor sie sich zum zentralen Festakt in die Alte Oper begaben. Bouffier und Gauck sollten dort zu rund 1500 geladenen Gästen sprechen, darunter 50 einstige DDR-Bürgerrechtler. Die schwarz-grüne Landesregierung von Hessen hatte außerdem 30 Flüchtlinge eingeladen.

„Mit unserer Feier wollen wir Brücken bauen und Grenzen überwinden“, sagte Bouffier am Morgen. Die zentrale Feier am Tag der Deutschen Einheit wird traditionell von dem Bundesland ausgerichtet, das den Bundesratspräsidenten stellt.

In Berlin wurde am Samstagvormittag die Festmeile am Brandenburger Tor zum 25. Jahrestag der Wiedervereinigung eröffnet. Auf einer großen Bühne am Wahrzeichen Berlins treten im Laufe des Tages die Rockband Revolverheld und die Sängerin Lena auf. Viele Tausende Besucher werden erwartet. Auf dem Platz der Republik am Reichstag sind am Abend eine Rede Lammerts sowie ein Feuerwerk geplant.

In Frankfurt hatten zum Auftakt des dreitägigen Bürgerfestes unter dem Motto „Grenzen überwinden“ schon am Freitag Zehntausende Besucher in der weitgehend abgesperrten Innenstadt gefeiert. Nach Angaben der hessischen Staatskanzlei waren am ersten Tag etwa 350.000 Menschen auf dem Bürgerfest unterwegs. Bei einer Demonstration gegen die Einheitsfeier zogen am Abend laut Polizei rund 1000 Menschen durch die Stadt. Zwischenfälle gab es nicht.

Zu dem Bürgerfest mit 300 Veranstaltungen werden insgesamt eine Million Besucher erwartet. Bundesländer und Bundesregierung präsentieren sich, es gibt ein umfangreiches Kulturprogramm und eine Sportmeile. Mehrere tausend Polizeibeamte sind im Einsatz.

Das Land Hessen hat für die Feierlichkeiten 3,5 Millionen Euro eingeplant, die Stadt Frankfurt beteiligt sich mit 1,3 Millionen Euro. Der 3. Oktober klingt mit einer Lichtshow am Main aus. 25 Brücken sollen dabei zu sehen sein – für jedes Jahr der Einheit eine. 

Demonstranten stürmen Bundesratszelt

Demonstranten haben am Samstag das Bundesratszelt auf der Feier gestürmt und damit die geplante symbolische Übergabe der Bundesratspräsidentschaft von Hessen an Sachsen verzögert. Die Polizei drängte die etwa 50 Protestierer nach kurzer Zeit nach draußen, Festnahmen gab es laut ersten Berichten keine.

Die Gruppe warf mit Karteikarten und Papierschnipseln um sich. Sie verlangte ein Bleiberecht für Flüchtlinge und zeigte ein Transparent mit der Aufschrift „Nationalismus raus aus den Köpfen“. Weder der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier noch sein sächsischer Kollege Stanislaw Tillich (beide CDU) waren zu dem Zeitpunkt auf der Bühne. Die symbolische Amtsübergabe ist in den vergangenen Jahren zu einem Bestandteil der Feiern zum Tag der Deutschen Einheit geworden.

dpa

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