18°/ 15° Regen

Navigation:
Geiseldrama in Algerien doch nicht zu Ende
Mehr aus Deutschland / Welt

Lage unklar Geiseldrama in Algerien doch nicht zu Ende

Das Geiseldrama auf einem Gasfeld in Algerien ist nach Darstellung des britischen Außenministeriums noch nicht beendet. Die Lage auf der Anlage sei unklar, sagte ein Ministeriumssprecher.

Voriger Artikel
Rainer Brüderle will Neuwahl des FDP-Chefs
Nächster Artikel
Sahra Wagenknecht findet Kollegen im Bundestag unattraktiv

Das Geiseldrama in einem Gasfeld in Algerien ist offenbar immer noch nicht vorbei.

Quelle: dpa

Algier/London. Das Geiseldrama auf einem Gasfeld in Algerien ist nach Darstellung des britischen Außenministeriums noch nicht beendet. Die Lage auf der Anlage sei unklar, sagte ein Ministeriumssprecher am Freitag. Premierminister David Cameron habe am Donnerstag zweimal mit seinem algerischen Amtskollegen Abdelmalek Sellal gesprochen.

Verlässliche Angaben zur Lage im Gasfeld In Amenas und zur Zahl der Opfer oder befreiten Geiseln lagen am Freitagvormittag nicht vor. Die algerischen Streitkräfte hatten mit ihrem Angriff am Donnerstag versucht, Dutzende ausländische Geiseln aus den Händen eines islamistischen Terrorkommandos zu befreien, das die Industrieanlage in Ostalgerien tags zuvor in seine Gewalt gebracht hatte. Dabei gab es Medienberichten zufolge viele Tote; mehrere Arbeiter konnten befreit werden. Die Islamisten begründeten den Angriff mit Algeriens Unterstützung des französischen Kriegseinsatzes in Mali.


Korrektur: Tote und Verletzte bei Angriff auf BP-StandortStepMap


Ein britischer Beamter in Algerien sagte dem Sender CNN, es sei eine «erhebliche» Anzahl Briten in der Hand der Geiselnehmer. Zahlen nennen die Behörden aus Sicherheitsgründen nicht. Die britische Regierung geht vom Tod einer größeren Anzahl Landsleute aus. Cameron sagte wegen der «sehr schlechten Nachrichten» eine Grundsatzrede zur Europapolitik ab.

Frankreichs Innenminister Manuel Valls berichtete am Freitag im französischen Sender RTL, zwei französische Geiseln seien heimgekehrt. Dem Sender Europe 1 berichtete einer der befreiten Franzosen, er habe sich fast 40 Stunden vor den Terroristen in seinem Zimmer versteckt.

Eine der norwegischen Geiseln wurde in der Nacht zum Freitag in Sicherheit gebracht. Der Mann werde im Krankenhaus vor Ort behandelt, teilte der Energiekonzern Statoil im Sender tv2 mit. Ein Unternehmenssprecher sagte, das Schicksal von weiteren acht norwegischen Geiseln sei noch immer ungeklärt.

dpa

Voriger Artikel Voriger Artikel
Nächster Artikel Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Geiseldrama
Foto: Weltweite Kritik erntet die algerische Regierung nach der Militäraktion zur Befreiung von Geiseln auf einem Gasfeld.

Die algerische Informationspolitik bei der Militäraktion zur Befreiung von Geiseln aus der Hand mutmaßlicher Al-Kaida-Kämpfer ist in Großbritannien, den USA, Japan und Norwegen kritisiert worden.

mehr
Anzeige
Die Karikatur des Tages

So sehen unsere Karikaturisten die Welt.

So sieht das Kabinett der Großen Koalition aus

Welcher Posten wird von welchem Minister besetzt? Und aus welcher Partei kommt er? Ein Blick auf die Ministerstühle.

Anzeige