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Generalstreik in Griechenland

Finanzen Generalstreik in Griechenland

Aus Protest gegen eine geplante Rentenreform und Steuererhöhungen wollen die griechischen Gewerkschaften das Land am Donnerstag mit einem Generalstreik lahmlegen. Nachdem gestern schon die Journalisten gestreikt haben, soll das nun eine der größten Aktionen seit Jahren werden.

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Am Mittwoch demonstrierten bereits Journalisten gegen die geplante Rentenreform in Griechenland.

Quelle: Yannis Kolesidis/dpa

Athen. Regierungschef Alexis Tsipras warnte wiederholt: Ohne Reformen könnten bald keine Renten mehr ausgezahlt werden. 

Fast alle Berufsgruppen wollen sich an den Streiks beteiligen. Es sei einfacher zu sagen, «wer nicht streikt als wer streikt», hieß es in Zeitungen.

Die Polizei befürchtet Ausschreitungen. Um die Mittagszeit sind in Athen und anderen Städten Demonstrationen geplant. Autonome könnten - wie bereits mehrmals in den vergangenen Jahren - versuchen, die Kundgebungen ins Chaos zu stürzen. 

Grund für die Streikwelle: Die Pläne der Regierung von Ministerpräsident Alexis Tsipras sehen unter anderem Kürzungen von neuen Renten um durchschnittlich 15 Prozent und erhebliche Einbußen auch bei den Landwirten vor. Die Freischaffenden werden ebenfalls zur Kasse gebeten. 

Ministerien machen dicht, Schulen öffnen nicht, Fähren laufen nicht aus, Züge stehen still. Im Nahverkehr soll es mehrstündige Arbeitsniederlegungen geben. Ärzte in staatlichen Krankenhäusern wollen nur Notfälle behandeln. Auch die meisten Apotheken sollen geschlossen bleiben, ebenso wie Läden. Wegen eines Streiks der Rechtsanwälte stellen zudem die Gerichte den Betrieb vorübergehend ein.

Das Land wird seit Tagen von Protesten erschüttert. Landwirte blockieren wichtige Straßenverbindungen und Grenzübergänge seit mehr als zehn Tagen. Am Donnerstag wollen sich nun auch Tankwarte, Ingenieure und Prokuristen, Verwaltungsangestellte und die Beschäftigten der Müllabfuhr am Ausstand beteiligen. Auch die Taxifahrer wollen streiken. Einige Inlandsflüge zu kleineren Inseln fallen aus, internationale Verbindungen sollen nicht betroffen sein.

dpa

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