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Sonderkonferenz

Gesundheitsminister will Ärzteversorgung auf dem Land verbessern


Es geht um Motivation und Anreize. Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) will die Ärzteversorgung in ländlichen Gebieten verbessern.

Der Anreiz für junge Mediziner, sich auf dem Land niederzulassen, müsse erhöht werden, sagte Rösler am Montag im ARD-Morgenmagazin. Die sei nicht nur eine Frage des Verdienstes. Auch Grundleistungen wie Hausbesuche und das persönliche Gespräch mit Patienten müssten besser honoriert werden. Auch das Lebensumfeld, zum Beispiel die Kinderbetreuung, spiele gerade für junge Ärzte eine große Rolle.

Über das Thema Ärzteversorgung beraten am Montag die Gesundheitsminister der Länder mit Rösler auf einer Sonderkonferenz in Berlin. Die Länder wollen stärker an der Verteilung der Ärzte und damit an der medizinischen Versorgungsplanung beteiligt werden.

Rösler kündigte an, er werde der Gesundheitsministerkonferenz eine Kommission vorschlagen. Darin sollen Länder, Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), Bundesärztekammer, der Spitzenverband der Krankenkassen und der gemeinsame Bundesausschuss von Kassen, Ärzten, Krankenhäusern und Patienten zusammenarbeiten. Alle Beteiligten müssten „schnellstmöglich und gemeinsam handeln“.

Nach Angaben der KBV werden in den kommenden fünf Jahren bundesweit rund 61.000 niedergelassene Ärzte aus Altersgründen aufhören, die nicht alle ersetzt werden können. Laut Statistik wird es im Jahr 2020 allein 7000 Hausärzte weniger geben als bisher.

afp

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