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Großbritanniens Innenministerin erwägt Ausgangssperre

Nach Randalen Großbritanniens Innenministerin erwägt Ausgangssperre

In Großbritannien ist es nach den Aufständen randalierender Jugendlicher wieder ruhig – zumindest auf den Straßen. Im Pralament wird indes über Konsequenzen diskutiert. Großbritanniens Innenministerin erwägt nun eine Gesetzesänderung, um Ausgangssperrenz zu ermöglichen.

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Großbritanniens Innenministerin Theresa May will Konsequenzen aus den Randalen ziehen.

Quelle: dpa

London. Großbritanniens Innenministerin Theresa May will im Streit um die richtige Strategie gegen Bandenkriminalität jetzt auch Ausgangssperren ermöglichen. Dabei ist auch eine Art Hausarrest für Jugendliche im Alter unter 16 Jahren im Gespräch. Im Innenministerium werde diskutiert, wie der Polizei entsprechende Werkzeuge an die Hand gegeben werden könnten, sagte May am Dienstag in London. Dafür bedürfe es aber einer Gesetzesänderung.

„Unter dem bisher geltenden Gesetz gibt es keine Möglichkeit, eine generelle Ausgangssperre in einer bestimmten Gegend zu verhängen“, sagte sie. Auch die Handhabe gegen Jugendliche unter 16 Jahren sei bisher begrenzt. „Das sind die Änderungen, über die wir reden müssen“, sagte die Ministerin.

In der Nacht zu Dienstag ist die dritte Krawallorgie über London gerollt. Auch auf andere englische Großstädte hat sich die Gewalt mittlerweile ausgeweitet.

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May will jedoch an den Plänen der Regierung festhalten, die Ausgaben für die Polizei in den kommenden vier Jahren um 20 Prozent zu kürzen. Es sei weniger entscheidend, wie viele Polizisten zur Verfügung stünden. Viel entscheidender sei, wie man sie im entscheidenden Moment in Position bringe, sagte sie.

Der Chef der Polizeigewerkschaft Police Federation, Paul McKeever, bezeichnete die Rede der Ministerin als „Schlag in Gesicht“ für die Polizei. „Ich habe schon vergangenes Jahr Unruhen und kriminelles Verhalten vorhergesagt, aber die Regierung hat mir nicht zugehört“, sagte McKeever.

jhe/dpa

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