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Hendricks will bessere Warnsysteme für Starkregen

Bundesumweltministerin Hendricks will bessere Warnsysteme für Starkregen

Nach den jüngsten Starkregenfällen in Deutschland mit Millionenschäden und Todesopfern verlangt Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) neue Vorsorgemaßnahmen und bessere Warnsysteme. Sie warnte: "Die Anzahl und die Intensität extremer Wetterlagen in Mitteleuropa nehmen zu."

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Auch in Hannover gab es in dieser Woche teils heftige Regenfälle.

Quelle: Stratenschulte

Hannover. Dem Redaktionsnetzwerks Deutschland, dem auch die HAZ angehört, sagte die Ministerin, die Behörden sollten sich "für akute Überschwemmungsgefahren durch Bäche und kleine Flüsse noch besser wappnen". Dazu könnten neue Frühwarnsysteme gehören, aber auch neue Katastrophenszenarien für Polizei, Zivilschutz und Feuerwehr. Für die großen Flüsse Rhein, Donau, Elbe, Oder und Weser gebe es nationale Vorsorgeprogramme. „Bestürzend an den jüngsten Überschwemmungen ist aber, dass sie nicht an Flüssen stattfanden, sondern sich kleine Bäche in reißende Ströme verwandelten", sagte die Ministerin. 

Die Politik müsse sich vorsorgend auf diese neue Situation einstellen. Man dürfe zwar nicht jedes Starkregenereignis unmittelbar auf den Klimawandel zurückführen. „Aber klar ist: Die Anzahl und die Intensität extremer Wetterlagen in Mitteleuropa nehmen zu, das sind Zeichen für einen Klimawandel.“ Der natürliche Lauf der Jahreszeiten sei erkennbar durcheinander geraten.

Das Wasser kam schnell: Im Landkreis Rottal-Inn in Niederbayern wurden Gemeinden vom Hochwasser überrascht. Hubschrauber mussten Menschen von Häuserdächern retten. Kinder wurden in Schulen und Kindergärten eingeschlossen, tausende Haushalte waren ohne Strom – mindestens vier Menschen starben.

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In Bayern und Baden-Württemberg waren in der vergangenen Woche elf Menschen durch Hochwasser und andere Unwetterfolgen ums Leben gekommen. Besonders betroffen war der niederbayerische Landkreis Rottal-Inn. Dort verursachte die Flutwelle nach ersten Schätzungen des Landratsamts einen Schaden von mehr als einer Milliarde Euro. Mehr als 5000 Haushalte waren betroffen, etwa 500 Häuser schwer beschädigt und wohl nicht sanierbar. Rund zweihundert Brücken seien zerstört, eine Reihe von Straßen unterspült.

dsc/frs/RND

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