Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 12 ° wolkig

Navigation:
Clinton und Trump untermauern Favoritenrolle

US-Vorwahlen Clinton und Trump untermauern Favoritenrolle

Hillary Clinton und Donald Trump liegen bei den US-Vorwahlen weiter vorn. Dennoch konnten bei den Vorwahlen um die Präsidentschaftskandidatur in fünf Bundesstaaten auch ihre Konkurrenten einige Staaten für sich entscheiden.

Voriger Artikel
Österreichs Kanzler fordert deutsche Obergrenze
Nächster Artikel
Merkel drängt auf Umsetzung von Beschlüssen

Hillary Clinton liegt bei den Demokraten auch nach den jüngsten Vorwahlen weiter vorn.

Quelle: dpa

Washington. Gegenwind für den umstrittenen republikanischen Präsidentschaftsbewerber Donald Trump: Sein Konkurrent Ted Cruz gewann am Samstag die Vorwahlen der Konservativen in den beiden US-Bundesstaaten Kansas und Maine mit deutlichem Abstand. Trump entschied das wichtige Rennen in Louisiana und auch den Staat Kentucky für sich. In den vergangenen Tagen hatten führende Republikaner massiv Stimmung gegen ihn gemacht.

Bei den Demokraten schlug Bernie Sanders die frühere US-Außenministerin Hillary Clinton in Nebraska und Kansas deutlich. Clinton wiederum setzte sich in Louisiana gegen den 74-Jährigen durch.

Offiziell küren die beiden Parteien ihren Spitzenkandidaten auf Parteitagen im Sommer. Bei den Vorwahlen geht es um das Sammeln von Delegiertenstimmen für diese Parteikongresse.

Siege nicht entscheidend

Das gute Abschneiden von Cruz und Sanders hat für das Gesamtbild aber noch nicht viel zu bedeuten, weil die am Samstag gewonnenen Delegierten anteilig verteilt werden. Sie konnten noch nicht entscheidend aufholen, Trump und Clinton bleiben die Favoriten.

Bei den Republikanern wird viel davon abhängen, wie lange Marco Rubio und John Kasich noch durchhalten. Cruz appellierte an seine Konkurrenten, sich aus dem Rennen zurückzuziehen. "Das Feld muss sich weiter verkleinern. Solange das Feld weiter geteilt ist, hat Donald einen Vorsprung", sagte der Senator von Texas.

Auch Trump rief Rubio dazu auf, seinen Wahlkampf zu beenden. "Ich denke, es ist Zeit, dass er sich verabschiedet", sagte er in Florida. "Ich würde so gerne eins gegen eins mit Cruz kämpfen."

Es war auffallend, dass Rubio am Samstag überall sehr schwach abschnitt. Das Establishment hatte versucht, ihn als Kompromisskandidaten aufzubauen. In Kansas und Louisiana landete der Senator von Florida auf dem dritten Platz. In Maine wurde er nur Vierter, dort holte Kasich den dritten Platz.

Der Gouverneur von Ohio hat bislang noch keine Vorwahl gewonnen. Rubio holte lediglich Minnesota. Cruz kommt auf sechs Staaten, Trump auf zwölf.

Schwacher Auftritt bei TV-Duell

Er war als deutlicher Sieger der Konservativen aus dem "Super Tuesday" hervorgegangen, dem wichtigsten Tag der US-Vorwahlsaison. Die Parteiführung wurde darüber offensichtlich nervös. Es ist aber zu früh zu sagen, ob ihre massive Anti-Trump-Kampagne aus den vergangenen Tagen verfängt.

Interessant ist in diesem Zusammenhang das gute Abschneiden Cruz' bei einer Abstimmung Konservativer in Washington, Trump landete dort abgeschlagen. Bei dem Treffen hatten sich alle republikanischen Bewerber blicken lassen - außer Trump. Er begründete seine Absage mit Wahlkampfterminen. Es wurde aber spekuliert, dass er zu viel Kritik fürchtete.

Mögliche Gründe für die Ergebnisse vom Samstag sind auch zwei Ereignisse der vergangenen Woche: zum einen Trumps zunächst nicht eindeutige Ablehnung des rassistischen Ku-Klux-Klan, zum anderen sein so schwaches wie niveauloses Auftreten bei der TV-Debatte der Republikaner am Donnerstag.

Bei den Demokraten setzte sich am Samstag ein Trend aus den vorherigen Abstimmungen fort: Clinton gewinnt in Staaten, in denen Schwarze einen hohen Anteil an der Bevölkerung ausmachen. Kansas wiederum hat viele weiße Wähler, bei denen Sanders gut abschneidet. Der Senator von Vermont hatte zudem viel Zeit und Geld in den Wahlkampf in den beiden Bundesstaaten im mittleren Westen investiert.

Wer hat welche Vorwahl gewonnen?

Bei den Vorwahlen sieben Demokraten und Republikaner in den USA ihre Kandidaten für die Präsidentschaftswahl aus. Eine Übersicht über den Stand der bisherigen Abstimmungen:

Republikaner

Donald Trump: Alabama, Arkansas, Georgia, Kentucky, Lousiana, Massachusetts, New Hampshire, Nevada, South Carolina, Tennessee, Vermont, Virginia

Ted Cruz: Alaska, Kansas, Iowa, Maine, Oklahoma, Texas

Marco Rubio: Minnesota

Demokraten

Hillary Clinton: Alabama, Arkansas, Georgia, Iowa, Lousiana, Massachusetts, Nevada, South Carolina, Tennessee, Texas, Virginia. Sie gewann auch die Vorwahl im US-Außengebiet Samoa.

Bernie Sanders: Colorado, Kansas, Minnesota, Nebraska, New Hampshire, Oklahoma, Vermont

afp/dpa/sag

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Unterstützung für Trump
Foto: Die Präsidentschaftsbewerber Marco Rubio (v. l.), Ted Cruz, Donald Trump und John Kasich begrüßen sich.

Die jüngste TV-Debatte der Republikaner endete in der Nacht zum Freitag mit einer faustdicken Überraschung: Alle Bewerber im Rennen um das Weiße Haus versprachen, am Ende der Vorwahlen jeden Präsidentschaftskandidaten der Partei zu unterstützen - auch wenn dies Donald Trump sein sollte.

mehr
Die Karikatur des Tages

So sehen unsere Karikaturisten die Welt.