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Deutschland / Welt Historische Zypern-Konferenz will Teilung überwinden
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13:11 12.01.2017
UN-Generalsekretärs António Guterres während der Zypern-Verhandlungen in Genf. Quelle: dpa
Genf

Neben den Vertretern der griechischen und türkischen Zyprer, Nikos Anastasiades und Mustafa Akinci, nehmen an den Beratungen über die Wiedervereinigung der seit 1974 geteilten Mittelmeerinsel der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu, der griechische Außenminister Nikos Kotzias und der britische Außenminister Boris Johnson teil. Die drei Länder sind Garantiemächte Zyperns.

Alle Teilnehmer sehen in den Verhandlungen hinter verschlossenen Türen einen letzten Versuch, die Teilung zu überwinden und einen föderalen Staat mit zwei gleichberechtigten Bundesstaaten einzurichten. „Die jüngeren Generationen entfremden sich immer mehr. Und sie konzentrieren sich dann nicht mehr auf eine föderale Lösung“, sagte der Leiter der türkisch-zyprischen Delegation, Akinci, in einem BBC-Interview. „Sie haben dann keine Vision für eine gemeinsame Zukunft mehr.“

Genauer Grenzverlauf bis heute umstritten

Zypern ist seit einem griechischen Putsch und einer türkischen Militärintervention 1974 geteilt. Der griechisch-zyprische Süden ist seit 2004 EU-Mitglied. Der türkisch-zyprische Norden wird nur von Ankara anerkannt.

Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu. Quelle: dpa

Bei der internationalen Konferenz geht es vor allem um Sicherheitsfragen, etwa, ob die Türkei weiter Soldaten auf der Insel stationieren darf. Die anderen beiden Garantiemächte sind dagegen. Umstritten unter den Zypern ist auch der genaue Grenzverlauf zwischen beiden Seiten sowie die Frage, unter welchen Modalitäten eine rotierende Präsidentschaft funktionieren soll.

Der griechische Außenminister Nikos Kotzias. Quelle: dpa

Von RND/fw/dpa

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