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Deutschland / Welt Hofbräukeller lädt Frauke Petry aus
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Hofbräukeller lädt Frauke Petry aus
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11:06 06.05.2016
Unerwünscht im Hofbräukeller: Frauke Petry. Quelle: dpa
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München

Die Plakate waren bereits gedruckt, die Werbung angelaufen. Für Freitag, den 13. Mai, hatte der AfD-Kreisverband München-Ost in den Münchner Hofbräukeller geladen. Höhepunkt der Veranstaltung sollte ein Auftritt der AfD-Vorsitzenden Frauke Petry werden. Doch – daraus wird nichts: Der Wirt des Hofbräukellers hat die AfD wieder ausgeladen. 

"Rechte Gesinnung will ich hier nicht haben"

Ricky Steinberg begründet dies mit Sicherheitsbedenken. Vorrangig geht es ihm aber auch um die Ausrichtung der AfD. "Rechte Gesinnung will ich hier nicht haben", sagte Ricky Steinberg der Süddeutschen Zeitung.

Zunächst hatte der Hofbräukeller-Wirt der AfD für ihre Veranstaltung eine Zusage gegeben. Steinberg erklärt hierzu, er habe sich in einer Zwickmühle befunden. Er wollte eine Partei "mit so viel Zuspruch in der Bevölkerung" nicht aussperren. Für den Sinneswandel habe dann der AfD-Parteitag in Stuttgart gesorgt.

Zustimmung und Kritik auf Facebook

Die Partei trete zunehmend radikal auf, sagt Steinberg. "Meine Richtung ist das sicher nicht", betont der Wirt. Zudem befürchtet er Proteste vor der Tür, wenn Petry im Hofbräukeller redet. "Das Tohuwabohu brauch ich wirklich nicht."

Auf der Facebook-Seite des Lokals erhält der Wirt für seine Entscheidung viel Zustimmung. "Vielen Dank, Herr Steinberg, für Ihre anständige Haltung", schreibt ein User. "Mein nächster Biergartenbesuch wird mich nun erst recht einmal mehr zum Hofbräukeller führen!", kündigt ein anderer an.

Doch es gibt auch Kritik. Manch einer nennt die Ausladung "undemokratisch". Ein anderer, der sich als AfD-Anhänger offenbart, will den Hofbräukeller künftig meiden. "Als AfD-Wähler werde ich diese Bruchbude mit Kakerlaken unter dem Tisch nicht mehr besuchen."

Im Jahr 2015 war die AfD im Hofbräukeller übrigens noch präsent. Alexander Gauland, der dem nationalkonservativen Flügel der AfD zugeordnet wird, redete damals in dem Lokal über das Thema "Kalter Krieg 2.0".

zys

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