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Unruhen

Immer mehr libysche Funktionäre seilen sich ab


Libysche Funktionäre haben sich am Montag von Staatschef Muammar al-Gaddafi und seinem Regime distanziert. Der libysche Justizminister Mustafa Abdul Dschalil ist aus Protest gegen den „exzessiven Einsatz von Gewalt gegen unbewaffnete Demonstranten“ zurückgetreten.
Unterstützer des libyschen Staatschefs Muammar al-Gaddafi stehen am Montag auf dem Gelände der libyschen Botschaft in Berlin. Rund 100 Demonstranten protestierten vor der Botschaft gegen das Regime in Libyen.

Unterstützer des libyschen Staatschefs Muammar al-Gaddafi stehen am Montag auf dem Gelände der libyschen Botschaft in Berlin. Rund 100 Demonstranten protestierten vor der Botschaft gegen das Regime in Libyen.

© dpa

Nach dem Tod von Hunderten Regimegegnern distanzieren sich immer mehr libysche Funktionäre von Staatschef Muammar al-Gaddafi und seinem Regime. Libysche Oppositionelle und arabische Medien meldeten am Montag, Justizminister Mustafa Abdul Dschalil habe seinen Rücktritt erklärt. Er war bislang dem Reformflügel von Gaddafis Sohn Saif al-Islam zugerechnet worden. Schon 2010 hatte er erklärt, er wolle sein Amt niederlegen. Damals hatte Gaddafi senior seinen Rücktritt aber nicht akzeptiert.

Auch der Vertreter Libyens bei der Arabischen Liga in Kairo, Abdulmoneim al-Honi, gab inzwischen seinen Rücktritt bekannt. Er sagte der Nachrichtenagentur dpa: „Ich habe mein Rücktrittsschreiben an den libyschen Führer Muammar al-Gaddafi geschickt, aber ich habe keine Antwort von der libyschen Führung erhalten, was wohl daran liegt, dass Gaddafi zurzeit damit beschäftigt ist, die Demonstranten zu unterdrücken.“ Al-Honi erklärte, er habe von Vertrauten Gaddafis erfahren, dass dieser „sehr wütend und in einem Zustand großer nervlicher Anspannung“ sei.

Die Arabische Liga hatte am Sonntagabend erklärt, der Einsatz von Gewalt gegen Demonstranten in Libyen sei inakzeptabel.

dpa

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