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Totes Schwein mit "Mutti Merkel" beschmiert

Auf Moscheegelände in Leipzig Totes Schwein mit "Mutti Merkel" beschmiert

In Leipzig haben Unbekannte auf dem Baugrundstück einer Moschee ein totes Ferkel abgelegt. Mit roter Farbe schrieben sie "Mutti Merkel" auf das Schwein. Der Staatsschutz ermittelt wegen Beleidigung der Bundeskanzlerin.

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Totes Schwein mit "Mutti Merkel" beschmiert: Die Bildcombo zeigt den Siegerentwurf für den Moschee-Neubau in Leipzig-Gohlis (links) und Bundeskanzlerin Angela Merkel (Archivbild).

Quelle: dpa

Leipzig. Das Tier sei am Mittwoch auf dem Gelände im Leipziger Norden entdeckt worden, sagte ein Sprecher der Leipziger Polizei am Donnerstag. Auf dem Ferkel stand mit roter Farbe "Mutti Merkel" geschrieben. Zudem sei aus dem linken Ohr des Tieres die Erkennungsmarke entfernt worden. Wegen eines vermuteten politisch motivierten Hintergrunds habe der Staatsschutz die Ermittlungen übernommen, sagte der Sprecher. Ermittelt werden wegen "Beleidigung der Bundeskanzlerin".

"Wir lassen uns nicht einschüchtern"

Die Ahmadiyya-Gemeinde will auf dem Gelände eine Moschee bauen. Sie reagierte gelassen auf den Fall. "Wir lassen uns nicht einschüchtern", sagte Sprecher Rashid Nawaz der "Leipziger Volkszeitung". "Was die Täter sich erhoffen, wird nicht passieren: Das hat keine Auswirkungen auf den Bauprozess unserer Moschee." Für Diskussionen stehe die Gemeinde immer bereit, Gewalt und Anschläge seien aber nicht zu tolerieren.

Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) reagierte am Donnerstag bestürzt: "Symbolisch einen Menschen mit Schweinen zu vergleichen und die Kanzlerin mit dem Tod zu bedrohen ist ein weiterer Tiefpunkt und Beleg für die Verrohung des politischen Klimas."

Zweite Moschee mit Minaretten in Ostdeutschland

Auf dem Gelände der Leipziger Ahmadiyya Muslim Jamaat Gemeinde hatten bereits 2013 Unbekannte fünf Holzpflöcke eingeschlagen und darauf blutige Schweineköpfe gesteckt. Das Schwein gilt im Islam als unreines Tier. Nach Bekanntwerden der Baupläne für die Moschee hatte es heftige von der NPD initiierte Proteste gegen das Bauvorhaben gegeben. Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel bezeichnete die Tat damals bei einem Besuch des Geländes als "Angriff auf die ganze Gesellschaft".

Die Gemeinde plant auf dem Areal in Leipzig-Gohlis den Bau einer Moschee im orientalischen Stil mit zwei zwölf Meter hohen Minaretten. Es wäre – nach einer Moschee in Berlin-Pankow – die zweite Moschee mit Minaretten in Ostdeutschland. Baustart sollte eigentlich bereits 2014 sein.

epd/dpa/wer

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