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Deutschland / Welt Israel verschärft Sicherheitsmaßnahmen
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10:14 09.06.2016
"Dies ist eine Herausforderung und wir werden ihr gerecht werden": Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Quelle: dpa/Archiv
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Tel Aviv

Nach dem tödlichen Anschlag in Tel Aviv hat Israels Polizei die Sicherheitsmaßnahmen in der Küstenmetropole verschärft. Im Großraum Tel Aviv sei die Polizeipräsenz vor allem im Bereich von Schulen und Kindergärten verstärkt worden, berichteten israelische Medien am Donnerstag.

Armee blockiert Heimatdorf der Attentäter

Zwei palästinensische Attentäter hatten am Mittwochabend in einem belebten Freizeitpark im Herzen Tel Avivs das Feuer auf Besucher eröffnet. Vier Menschen wurden dabei getötet und sieben weitere verletzt. Sicherheitskräfte fassten beide Angreifer, einer von ihnen wurde dabei verletzt.

Israel hob als Reaktion auf den Anschlag Erleichterungen für Zehntausende Palästinenser zum muslimischen Fastenmonat Ramadan wieder auf. Erteilte Genehmigungen für Palästinenser zum Gebet auf dem Tempelberg wurden eingefroren. Die im Gazastreifen herrschende Hamas hatte weitere Anschläge während des Ramadan angekündigt.

Die israelische Armee legte in der Nacht zum Mittwoch einen Blockadering um das Dorf Jata im südlichen Westjordanland. Die beiden Attentäter stammen nach Polizeiangaben aus dem Ort und sind Cousins.

Netanjahu: "Offensive und defensive Schritte"

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu kündigte nach dem Anschlag "eine Serie von den offensiven und defensiven Schritten" gegen Terroristen an. Er erklärte nach einer Mitteilung: "Dies ist eine Herausforderung und wir werden ihr gerecht werden", wie die Zeitung "Times of Israel" weiter berichtete. Netanjahu sagte ein entschlossenes Handeln von Polizei, Streitkräften und Sicherheitsbehörden zu, um alle Mittäter zu finden und künftige Anschläge zu verhindern.

Netanjahu besuchte den Anschlagsort noch in der Nacht. Dabei sei er vom ultrarechten Verteidigungsminister Avigdor Lieberman und Polizeiminister Gilad Erdan begleitet worden. Zuvor hatte Netanjahu mit ihnen eine Dringlichkeitsberatung im Militärhauptquartier abgehalten. Das Gebäude liegt direkt gegenüber dem Anschlagsort.

dpa/RND/zys

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