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Israel will kostenlos neue deutsche Kriegsschiffe

Rüstung Israel will kostenlos neue deutsche Kriegsschiffe

„Es ist richtig, die israelische Marine hat Interesse an zwei MEKO Korvetten von Blohm + Voss.“ Mehr als diese Bestätigung lässt sich der Thyssen Krupp Werftenverbund nicht entlocken, doch in Regierungskreisen in Berlin ist mehr zu erfahren.

Danach will die israelische Regierung möglichst bald zwei moderne Kriegsschiffe und ein weiteres U-Boot in Deutschland bauen lassen. Für die Finanzierung soll die Bundesregierung aufkommen.

Die Waffensysteme für die nach dem Tarnkappenprinzip geformten Korvetten wollen die Israelis aus den USA beziehen. Hohe Offiziere der israelischen Marine und Repräsentanten der Hamburger Werft Blohm + Voss haben das Projekt bereits im Verteidigungsministerium in Berlin vorgestellt und um Unterstützung gebeten. Blohm + Vos ist vor wenigen Tagen an Araber verkauft worden. Die deutsche Marine stellt derzeit fünf vergleichbare, etwas kleinere Korvetten in Dienst. Sie wurden von Thyssen Krupp und anderen Werften gebaut und haben jeweils 200 Millionen Euro gekostet. Die deutschen Korvetten sind gut 90 Meter lang und haben eine Besatzung von 58 Soldaten an Bord. Die Korvetten zeichnen sich durch eine extrem lange Einsatzzeit auf See aus, können aber auch in Küstengewässern wirksam eingesetzt werden. Wie es heißt, möchte Israel die Korvetten in sein neues Raketenabwehrsystem einbeziehen. An Bord der Schiffe sollen große, leistungsstarke Radaranlagen und neue Flugabwehrraketen installiert werden. Die Israelis haben zu erkennen gegeben, dass sie sich mit den Korvetten gegen Raketen aus dem Iran wehren möchten.

Wie die Bundesregierung auf den Wunsch nach finanzieller Hilfe beim Korvettenbau reagieren wird, ist noch nicht geklärt. In Berlin heißt es jedoch, „einflussreiche Politiker aus Norddeutschland“ befürworteten das Anliegen, weil die Werften wegen der Wirtschaftskrise unter Auftragsmangel leiden und ein weiterer Abbau von Arbeitsplätzen droht.

Die israelische Marine ist in der Vergangenheit wiederholt mit deutscher Hilfe aufgerüstet worden. Zwischen den Jahren 1999 und 2000 wurden insgesamt drei U-Boote im Wert von 1,1 Milliarden Mark geliefert. Sie wurden von den Howaldtswerken Deutsche Werft (HDW) in Kiel gebaut. Zwei weitere U-Boote mit Brennstoffzellenantrieb sind derzeit in Kiel im Bau. Sie werden voraussichtlich 2012 ausgeliefert und jeweils mindestens 500 Millionen Euro kosten. Der Bund hat bereits 2005 zugesagt, von den Gesamtkosten 333 Millionen Euro zu übernehmen. Israel will jetzt bei Thyssen Krupp ein sechstes U-Boot der sogenannten Dolphin-Klasse bauen lassen. Die Bundesregierung hat den Export bereits 2006 gebilligt, aber bisher nicht entschieden, wie sie sich zu der Bitte um Zuschüsse verhalten will.

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