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Merkel: "Wir werden Freiheit verteidigen"

Acht tote Deutsche in Istanbul Merkel: "Wir werden Freiheit verteidigen"

Unter den acht deutschen Opfern des Terroranschlags von Istanbul sind mehrere Touristen eines Berliner Reiseunternehmens. Bundeskanzlerin Angela Merkel gab am Abend eine Stellungnahme ab.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) äußert sich im Kanzleramt in Berlin zu dem Terrorangriff in Istanbul.

Quelle: dpa

Berlin. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat nach dem Anschlag in Istanbul ihre Entschlossenheit im Kampf gegen den internationalen Terrorismus bekräftigt. "Der internationale Terror wählt die Orte seiner Anschläge unterschiedlich, sein Ziel ist immer dasselbe: Unser freies Leben in freien Gesellschaften", sagte Merkel am Dienstagabend in Berlin. "Genau diese Freiheit und unsere Entschlossenheit, gmeinsam mit unseren internationalen Partnern gegen diese Terroristen vorzugehen, werden sich aber durchsetzen."

"Mörderischer Akt mitten in Istanbul"

Bei dem vermutlich islamistischen Selbstmordanschlag in Istanbul wurden laut Merkel "mindestens" acht Deutsche getötet. Sie fügte hinzu: "Wir können noch nicht wissen, ob es bei dieser Zahl bleibt." Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hatte zuvor mitgeteilt, es seien auch neun weitere Deutsche zum Teil schwer verletzt worden. Merkel erinnerte nach dem "mörderischen Akt mitten im Herzen von Istanbul" daran, dass die Menschen in der Türkei "immer wieder" mit Anschlägen konfrontiert seien, so wie im vergangenen Oktober in der Hauptstadt Ankara, wo mehr als hundert Menschen starben. "Wir fühlen uns den Menschen in der Türkei in Solidarität verbunden."

Merkel telefoniert mit Erdogan und Davutoglu

Merkel hatte zuvor mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan sowie Ministerpräsident Ahmet Davutoglu telefoniert. Am Abend werde sie gemeinsam mit Steinmeier das Bundeskabinett über den Anschlag informieren, sagte Merkel. Das Kabinett wollte ohnehin zu einem Treffen zum Jahresauftakt zusammenkommen. Ein Attentäter hatte sich vor der Blauen Moschee in Istanbuls Altstadt in die Luft gesprengt - offenbar in direkter Nähe einer deutschen Reisegruppe. Insgesamt wurden zehn Menschen getötet und 15 weitere verletzt. Nach Angaben des türkischen Ministerpräsidenten Davutoglu gehörte der Attentäter zur Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) und war vor Kurzem aus Syrien in die Türkei eingereist.

33 Menschen mit Berliner Reisebüro in Istanbul

Mehrere Opfer waren mit einem Berliner Reiseunternehmen nach Istanbul gereist. "Die schrecklichen Ereignisse des heutigen Tages machen uns tief betroffen", sagte der Geschäftsführer der Lebenslust Touristik GmbH Berlin, Marco Scherer, laut einer Mitteilung am Dienstagabend.

Unklar blieb zunächst, woher genau die Opfer stammen. Zum Zeitpunkt des Anschlags seien 33 Menschen mit dem Reiseveranstalter in Istanbul unterwegs gewesen, hieß es. Ein Selbstmordattentäter hatte in der türkischen Metropole die Menschen mit in den Tod gerissen. Neun weitere Deutsche wurden zum Teil schwer verletzt. Zwei Vertreter der Geschäftsführung seien auf dem Weg nach Istanbul zu der Reisegruppe, hieß es weiter.

Für Angehörige wurde eine Hotline mit der Nummer 030 880013039 eingerichtet.

dpa

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Istanbul
Foto: Der türkische Innenminister Efkan Ala (r.) am Mittwoch bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) in Istanbul.

Die Zahl der bei dem Terroranschlag in Istanbul getöteten Deutschen hat sich auf zehn erhöht. Das teilte das Auswärtige Amt am Mittwoch mit. Die türkische Polizei hat einen Verdächtigen gefasst.

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