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So baut Theresa May ihr Kabinett um

Sechs neue Minister So baut Theresa May ihr Kabinett um

Kurz nach ihrem Antritt sorgt die neue britische Premierministerin Theresa May mit mehreren Personalentscheidungen für Aufsehen. Gleich mehrere Minister mussten gehen oder sind nun in anderen Bereichen tätig. Ein Überblick.

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Theresa May hat gleich mehrere Ministerien neu besetzt.

Quelle: dpa

London. Die Konservative Theresa May hat bereits kurz nach ihrer Ernennung zur britischen Premierministerin am Mittwochabend für einen Paukenschlag gesorgt. Sie besetzte gleich mehrere Posten neu, um für den Ausstieg ihres Landes aus der EU gewappnet zu sein.

Die neue britische Premierministerin Theresa May baut ihr Kabinett um. Gleich mehrere Minister mussten gehen oder sind nun in anderen Bereichen tätig. Ein Überblick.

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Ein Überblick

  • Neuer Außenminister: Diese Personalie ist die größte Überraschung. Ausgerechnet der umstrittene Brexit-Wortführer Boris Johnson wurde von May zum Außenminister gemacht. SPD und Grünen kritisierte diese Personalentscheidung umgehend. Johnson sei nicht als herausragender Diplomat in Erscheinung getreten, sagte der stellvertretende SPD-Chef Ralf Stegner der Deutschen Presse-Agentur. Die Ernennung des Brexit-Befürworters Boris Johnson zum Außenminister kann nach Ansicht der Grünen die britischen EU-Austrittsverhandlungen belasten. Die Wahl "ist ein sehr schlechtes Signal für den Austrittsprozess und lässt Zweifel an den Fähigkeiten der neuen Premierministerin aufkommen", sagte Grünen Fraktionschef Anton Hofreiter nannte die Wahl von Johnson "ein sehr schlechtes Signal für den Austrittsprozess". Kritik übte auch Grünen-Parteichefin Simone Peter. Damit habe May "den Bock zum Gärtner gemacht". Johnson werde sowohl die Tory-Partei als auch die Briten weiter spalten.
  • Neuer Brexit-Minister: Der Abgeordnete David Davis kommt auf einen neu geschaffenen Ministerposten und ist für den Brexit zuständig. Davis wurde zum Staatssekretär für den Austritt aus der Europäischen Union ernannt, wie Mays Büro am Mittwochabend mitteilte. Damit ist er der britische Chefunterhändler in den Verhandlungen mit Brüssel. Davis zählt zu den prominenten Vertreter des "Leave"-Lagers, die im Vorfeld des Brexit-Referendums am 23. Juni für ein Ausscheiden des Königreichs aus der EU geworben hatten.
  • Neuer Schatzkanzler: Der bisherige Außenminister Philip Hammond wird Schatzkanzler. Auch er wird mit dem Brexit zu tun bekommen: Hammond dürfte bei den anstehenden Austrittsverhandlungen mit der EU eine wichtige Rolle spielen. Den Job frei gemacht hatte George Osborne: Der frühere Finanzminister hat sich zurückgezogen.
  • Neuer Minister Internationale Handelsbeziehungen: Liam Fox, der 2011 von seinem Amt als Verteidigungsminister wegen der Verquickung von beruflichen und privaten Interessen zurücktrat, ist nun Minister für internationale Handelsbeziehungen.
  • Neuer Innenministerin: Mays Nachfolgerin ist die Abgeordnete Amber Rudd.

Ein erstes Treffen der Politiker fand bereits im Amtssitz in der Downing Street in London stat.

May war am Mittwochabend in einer kurzen Zeremonie von der Queen zur Premierministerin ernannt worden. May ist die erste Frau an der Regierungsspitze seit dem Rücktritt von Margaret Thatcher 1990.

dpa/RND/zys

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