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Kanadische Geisel von Islamisten enthauptet

Auf den Philippinen Kanadische Geisel von Islamisten enthauptet

Ein Kanadier ist auf den Philippinen von der Islamistengruppe Abu Sayyaf enthauptet worden. Premierminister Justin Trudeau sprach von einem "kaltblütigen Mord".

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"Kanada verurteilt diese Brutalität rückhaltlos": Premierminister Justin Trudeau.

Quelle: EPA/PETER FOLEY

Ottawa. "Kanada verurteilt diese Brutalität rückhaltlos", sagte Trudeau am Montag in einer kurzen Fernsehansprache. Die philippinischen Behörden hatten zuvor mitgeteilt, dass der Kopf eines ausländischen Mannes auf einer Insel gefunden worden sei.

Der Kanadier war zusammen mit einem Landsmann am 21. September vergangenen Jahres von Abu Sayyaf aus einer Hotelanlage verschleppt worden. Die andere Geisel befindet sich noch immer in den Händen der Entführer. Bemühungen um die Freilassung seien im Gange, sagte Trudeau. Zugleich arbeite Kanada mit den philippinischen Behörden zusammen, um die Täter zu finden.

Islamisten fordern mehrere Millionen Euro Lösegeld

Im März war ein Video mit den ausgemergelten Geiseln aufgetaucht. Mit ihnen war zudem ein Norweger in dem Film zu sehen, der zur selben Zeit verschleppt worden war. Die Islamisten drohten mit der Ermordung der Männer, wenn ihrer Forderung nach einem Lösegeld in Höhe von mehreren Millionen Euro nicht nachgekommen werde. In einem Video zuvor hatten sie 20 Millionen Euro für jede der Geiseln gefordert.

Der getötete John Ridsdel war ein Freund des Vorgängers von Justin Trudeau an der Spitze der Liberalen Partei in Kanada, Bob Rae. Der frühere Journalist, Ölindustrie-Vertreter und passionierte Segler arbeitete auf den Philippinen im Goldminen-Geschäft, bevor er in Rente ging.

Abu Sayyaf wurde in den 90er Jahren mit Geld von Al-Kaida-Chef Osama bin Laden gegründet. Die Gruppe wurde durch die Entführung zahlreicher Ausländer bekannt. Erst im Oktober ließ sie zwei Deutsche nach einem halben Jahr in Geiselhaft frei. Neben den wiederholten Entführungen von Christen und Ausländern, um Lösegeld zu erpressen, verübte die Gruppe zahlreiche Anschläge.

afp

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