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Merkel fordert Loyalität von Deutschtürken

Integration Merkel fordert Loyalität von Deutschtürken

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat von türkischstämmigen Bürgern Loyalität eingefordert. "Dafür versuchen wir, für ihre Anliegen ein offenes Ohr zu haben und sie zu verstehen."

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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat Menschen mit türkischen Wurzeln in der Bundesrepublik zu Loyalität gegenüber dem deutschen Saat aufgerufen.

Quelle: Michael Kappeler/dpa

Berlin. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) fordert von türkischstämmigen Bürgern in Deutschland, loyal zur Bundesrepublik zu stehen. "Von den Türkischstämmigen, die schon lange in Deutschland leben, erwarten wir, dass sie ein hohes Maß an Loyalität zu unserem Land entwickeln", sagte Merkel den "Ruhr Nachrichten".

"Dafür versuchen wir, für ihre Anliegen ein offenes Ohr zu haben und sie zu verstehen", sagte Merkel weiter. Dafür halte man auch engen Kontakt zu den Migrantenverbänden.

Merkel fordert Besonnenheit

Mit Blick auf innertürkische Konflikte mahnte Merkel die Türkischstämmigen zu Besonnenheit: "Die Meinungs- und Demonstrationsfreiheit gilt in Deutschland für alle, die hier leben, aber natürlich müssen alle ihre Meinungsverschiedenheiten friedlich austragen", sagte die Kanzlerin.

Zuletzt hatten Kundgebungen von Anhängern des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in Deutschland für politische Diskussionen gesorgt. Ende Juli hatten mehrere Zehntausend Menschen in Köln friedlich für Erdogan demonstriert. Eine geplante Live-Übertragung einer Rede des türkischen Präsidenten wurde dem Veranstalter der Demonstration aber wegen der aufgeheizten Stimmung verboten.

Kritik von Deutschtürken

Stattdessen wurde eine Botschaft Erdogans verlesen. Darin dankte Erdoğan den türkischstämmigen Bürgern in Deutschland für ihre moralische Unterstützung bei der Vereitelung des Staatsstreichs am 15. Juli. Aus der CDU kamen Forderungen, die doppelte Staatsbürgerschaft wieder abzuschaffen. Begründet wurde dies auch mit möglichen Loyalitätskonflikten.

In den vergangenen Monaten hatte es Meinungsverschiedenheiten zwischen der Regierung und Vertretern der Türkischen Gemeinde in Deutschland gegeben. Der Vorsitzende Gökay Sofuoglu hatte zum Beispiel im Juni eine mangelnde Sensibilität deutscher Parlamentarier gegenüber den Deutschtürken beklagt. Hintergrund war der fast einstimmige Beschluss der Armenien-Resolution durch den Bundestag.

dpa/afp/RND/wer

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