Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
US-Pentagon speichert noch auf Floppy-Disk

70er-Jahre-Technik im Einsatz US-Pentagon speichert noch auf Floppy-Disk

Auch eine Art von Sicherheit: Das US-Verteidigungsministerium nutzt völlig veraltete Technik, darunter Floppy-Disks. Ein Kommando- und Kontrollsystem im Pentagon läuft sogar auf einem Rechner, der aus den 70er-Jahren stammt. Begründung: Er funktioniert ja noch.

Voriger Artikel
Wagenknecht ist gegen Einwanderungsgesetz
Nächster Artikel
Wildes Flüchtlingslager in Idomeni leert sich

Auch Disketten sind im Pentagon noch im Einsatz.

Quelle: dpa

Washington. Die Atomstreitkräfte der USA benutzen teilweise noch vollkommen veraltete Computer und Floppy-Disks. Dies moniert der US-Rechnungshof (GAO) in einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht. So laufe ein Kommando- und Kontrollsystem im Pentagon auf einem IBM-Computer der Serie 1. Dieser Computer wurde 1976 eingeführt.

Eine Sprecherin des Pentagons sagte, das System bleibe in Gebrauch, weil es noch immer funktioniere. Dennoch wird das Pentagon technisch aufrüsten: Laut dem Bericht plant das Verteidigungsministerium, das System Ende 2020 auszutauschen. Schneller soll das Ende für Floppys-Disks nahen, die ebenfalls noch im Pentagon verbreitet sind: Diese System sollen bis Ende 2017 ersetzt werden.

Obama räumt technisches Hinterhinken ein

Auch im Finanzministerium würden noch vollkommen veraltete Systeme benutzt, heißt es in dem Bericht weiter. Die Rechnungsprüfer beklagen vor allem, dass die Kosten für den Erhalt der überalterten Technik hoch seien und dass stattdessen besser in moderne Systeme investiert werden solle. 

Bekannt ist bereits, dass auch die Sozialversicherungsbehörden technisch meilenweit hinterher sind: Dort werden Systeme aus den 1960er-Jahren benutzt. US-Präsident Barack Obama hat das technischen Hinterhinken vieler Ministerien und Behörden vor wenigen Monaten eingeräumt. In einem Gastbeitrag für das Wall Street Journal im Februar 2016 erklärte Obama, dass es kein Geheimnis sei, dass die Regierungs-IT zu oft "wie ein Atari-Spiel in einer Xbox-Welt" daherkomme.

Im gleichen Beitrag hatte Obama angekündigt, die Computer-Systeme der USA besser vor Cyberangriffen zu schützen. Mehr als 19 Milliarden Dollar sollen dafür ab 2017 zur Verfügung stehen.

afp/RND/zys

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Deutschland / Welt

Die Wahl ist entschieden: Donald Trump wird der 45. Präsident der USA. Auf unserer Themenseite finden Sie aktuelle Berichte, Analysen und Hintergrundinformationen zur Wahl des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika. mehr

CDU-Parteitag in Hameln

Zum Landesparteitag der niedersächsischen CDU in Hameln haben sich rund 450 Delegierte versammelt, um über einen Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2018 zu entscheiden. Sie nominierten einstimmig Bernd Althusmann.

Die Karikatur des Tages

So sehen unsere Karikaturisten die Welt.