Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland / Welt Keine Vermissten mehr nach Utøya-Massaker
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Keine Vermissten mehr nach Utøya-Massaker
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:52 29.07.2011
Attentäter Anders Behring Breivik in einem Polizeiauto. Quelle: dpa
Anzeige
Oslo

Endlich gibt es in Norwegen Klarheit über die Zahl der Opfer des rechtsradikalen Attentäters Anders Behring Breivik. Die Zahl von 68 Opfern galt bisher noch als unsicher. Am Freitag hat die Polizei diese Zahl bestätigt.

Polizeisprecher Pål Hjort Kraby bezeichnete den geständigen Attentäter als weiter „ausgesprochen ruhig“. Kraby sagte: „Er ist mehr als willig, alles zu erklären.“ Zwei norwegische Rechtspsychiater sollen Breivik auf seine Zurechnungsfähigkeit untersuchen und bis 1. November ihr Gutachten vorlegen.

Der 32- jährige hatte am letzten Freitag ein Sommerlager der sozialdemokratischen Jugendorganisation AUF mit zwei Schusswaffen angegriffen. Vorher ließ er in Oslo eine Bombe vor dem Regierungs-Hochhaus detonieren. Dabei starben acht Menschen.

Ein Polizeisprecher gab weiter an, dass bei dem zweiten Verhör des 32-Jährigen im Tagesverlauf keine neuen Angaben zu erwarten seien. Die Ermittler würden lediglich das Protokoll des ersten Verhörs vom letzten Wochenende nach der Festnahme durchgehen, hieß es weiter.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Mehr zum Thema

Wo er seine Kraft hernehme, wurde Jens Stoltenberg gefragt, als der norwegische Premier unermüdlich versuchte, sein Land nach den Attentaten vom letzten Freitag zu sammeln. „Indem ich andere tröste,“ erwiderte der 52-jährige Sozialdemokrat, „das erwartet man von einem Regierungschef.“ Dass Stoltenberg in diesen Tagen mehr geleistet hat, als jemand von ihm erwarten konnte, sind sich nun alle einig, Parteifreunde und Rivalen, heimische Kommentatoren und ausländische.

28.07.2011

Fast eine Woche ist der Doppel-Anschlag von Norwegen her. Ob es noch mehr als 76 Opfer gibt, bleibt ungewiss. Die Justiz richtet sich auf ein langes Verfahren ein: Der Attentäter Breivik kommt vermutlich erst 2012 vor Gericht.

28.07.2011

Der norwegische Attentäter hat die auf der Insel Utøya eintreffende Polizei mit erhobenen Armen erwartet und seine Waffen schon vorher abgelegt. Das berichtete einer der an der Ergreifung des Attentäters beteiligten Polizeibeamten am Mittwoch.

27.07.2011

Der Stuttgart-21-Schlichter Heiner Geißler hat die Bahn gerügt, weil sie beim Stresstest für den geplanten Tiefbahnhof die Gegner unzureichend eingebunden habe. Zuvor hatte die Sprecherin des Aktionsbündnisses, Brigitte Dahlbender, erklärt, die Bahn habe das Aktionsbündnis „systematisch ausgegrenzt“, obwohl es in der Schlichtung Ende 2010 anders vereinbart worden sei.

29.07.2011

Erstmals fordert jetzt ein Politiker der Regierungskoalition in Berlin den Einsatz deutscher Truppen im Kampf gegen die Hungerkatastrophe in Ostafrika. Die afrikanischen Länder allein seien nach Auffassung des Afrika-Experte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Hartwig Fischer nicht in der Lage, Nahrungsmittel rasch und kontinuierlich in die Hungergebiete in Somalia zu transportieren.

29.07.2011

Der Chef der libyschen Rebellenarmee ist am Donnerstag von Bewaffneten ermordet worden. Wie der Übergangsrat der Aufständischen am Donnerstagabend in der Rebellenhochburg Bengasi mitteilte, wurde Abdel Fattah Junes zusammen mit zwei anderen hohen Offizieren getötet.

29.07.2011
Anzeige