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Krankenhaus von Ärzte ohne Grenzen bombardiert

Syrien Krankenhaus von Ärzte ohne Grenzen bombardiert

Bei einem Luftangriff im Nordwesten Syriens ist ein von Ärzte ohne Grenzen (MSF) unterstütztes Krankenhaus nach Angaben der Hilfsorganisation gezielt zerstört worden. Die Einrichtung sei am Montagmorgen in der Provinz Idlib bei Bombardements getroffen worden, teilte MSF mit.

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In Syrien wurde ein Not-Krankenhaus von Ärzte ohne Grenzen bombardiert.

Quelle: dpa

Hadijeh. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete von mindestens neun Toten. Sie geht davon aus, dass die Luftschläge von russischen Kampfjets ausgeführt wurden. Die Zahl der Toten könne steigen, da noch Opfer unter den Trümmern vermutet würden.

MSF-Syrien-Chef Massimiliano Rebaudengo verurteilte die Attacke als "gezielten Angriff" auf eine medizinische Einrichtung. Durch die Zerstörung des Krankenhauses seien etwa 40.000 Bewohner der Region von medizinischer Versorgung abgeschnitten, sagte er Nachrichtenagentur AFP. Von russischer Seite gab es zu dem Vorfall zunächst keine Angaben.

Das Krankenhaus sei nach Angaben von Personal vor Ort bei zwei Angriffen innerhalb weniger Minuten viermal getroffen worden. Mindestens acht Mitarbeiter der Klinik würden vermisst. MSF unterstütze die Einrichtung seit September unter anderem mit medizinischen Hilfsmitteln.

Erst vor wenigen Tagen waren bei einem Luftangriff auf eine von MSF unterstützte Klinik im Süden Syriens drei Menschen gestorben. Im Oktober hatte Russland dementiert, für die Attacke eines Krankenhauses in Idlib mit 13 Toten verantwortlich zu sein.

Insgesamt unterstützt MSF in Syrien mehr als 150 Krankenhäuser. Seit Jahresbeginn wurden fünf davon bei Angriffen beschädigt. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte stützt sich auf ein Netzwerk von Aktivisten vor Ort. Ihre Angaben sind angesichts der Lage in dem Bürgerkriegsland von unabhängiger Seite nur schwer zu überprüfen.

Am Montagmorgen hatten die Ärzte ohne Grenzen in Syrien über Twitter als eine der ersten von dem Bombardement berichtet.

Zeugen berichten von zwei Angriffswellen im Abstand von wenigen Minuten.

Die Nachrichtenagentur Reuters war bei Twitter bereits von 14 Toten ausgegangen.

r./afp/dpa

 

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