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Deutschland / Welt Wenn Fahrzeuge als Waffen missbraucht werden
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09:39 15.07.2016
Acht Monate nach den islamistischen Anschlägen von Paris mit 130 Toten wird Frankreich am symbolträchtigen Festtag des 14. Juli erneut von einer schweren Attacke erschüttert. Quelle: Twitter/Screenshot
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Nizza

Ein Fahrzeug als tödliche Waffe: Mindestens 84 Menschen hat ein Angreifer am französischen Nationalfeiertag in Nizza getötet, als er mit einem Lastwagen in eine Menschenmenge raste. Die Motive des Mannes sind bislang unklar. Laut einem Medienbericht soll der Fahrer nach ersten Erkenntnissen der Polizei nicht radikalisiert gewesen sein.

Zwei ähnliche Taten

Auf der anderen Seiten entspricht die Tat einem Aufruf des IS: Die Terrormiliz hatte ihre Anhänger aufgerufen, auch Fahrzeuge als Waffen zu nutzen. Solche Attacken - mit einem islamistischen Hintergrund – gab es bereits in der Vergangenheit:

  • Im Mai 2013 fahren zwei Londoner nigerianischer Abstimmung in der britischen Hauptstadt den Soldaten Lee Rigby mit einem Auto an, bevor sie ihn erstechen. Einer der Angreifer ruft kurz danach, er wolle die "von britischen Soldaten getöteten Muslime" rächen.
  • Im Oktober 2014 rast ein 25-jähriger kanadischer Konvertit in einem Vorort von Montréal mit seinem Auto auf drei Soldaten. Er tötet einen der Männer und verletzt einen weiteren. Nach einer Verfolgungsjagd wird er schließlich erschossen. Der Angreifer wollte zum Dschihad nach Syrien reisen.

Schon seit Jahren rufen das Terrornetzwerk Al-Kaida und der IS ihre Anhänger auf, im Westen "Ungläubige" zu töten - egal mit welcher Waffe.

Jedes Mittel recht

IS-Sprecher Abu Mohammed al-Adnani erklärte in einer im September 2014 verbreiteten Audiobotschaft, wenn jemand "keine Bombe zünden oder Kugel abfeuern" könne, sei jedes andere Mittel recht. Konkret nannte al-Adnani unter anderem Messerattacken oder Angriffe mit einem Auto. Ob der Fahrer des Lastwagens in Nizza auf ihn gehört hat, ist noch unklar.

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Bei einem Anschlag am französischen Nationalfeiertag sind in Nizza mehr als 80 Menschen getötet worden.

afp/RND/zys

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