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Wer macht das Rennen in NRW?

Landtagswahl Wer macht das Rennen in NRW?

Alle Augen blicken auf NRW: Die Landtagswahl gilt als letzter großer Stimmungstest vor der Bundestagswahl im Herbst. Bis zuletzt lagen SPD und CDU fast gleichauf in der Wählergunst. Das könnte mehr Menschen zur Wahl bewogen haben als beim letzten Mal.

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Ein Schild weist in einem Wahllokal in einer Gärtnerei in Köln den Weg zur Stimmabgabe für die Landtagswahl in NRW.

Quelle: dpa

Düsseldorf. Bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen haben sich bis zum Sonntagnachmittag deutlich mehr Wahlberechtigte beteiligt als vor fünf Jahren. Nach Angaben des Landeswahlleiters hatten bis 16.00 Uhr bereits 59 Prozent ihre Stimme abgegeben. Damit war die Wahlbeteiligung von 2012 (59,6 Prozent) bereits zwei Stunden vor Schließung der Wahllokale fast erreicht. In der Landeshauptstadt Düsseldorf lag sie bei 69,7 Prozent, rund zehn Prozentpunkte höher als beim Urnengang 2012. Rund 13,1 Millionen Bürger sind bis um 18.00 Uhr zur Stimmabgabe aufgerufen. Darunter sind etwa 840 000 Erstwähler. Sie können sich zwischen 31 Parteien entscheiden. Es wird ein enger Wahlausgang erwartet.

NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft gab in Mülheim an der Ruhr ihre Stimme zur Landtagswahl ab. Dabei äußerte sich die SPD-Spitzenkandidatin zuversichtlich, die Wahl zu gewinnen. "Wir haben fleißig gearbeitet und die Partei war bis zur letzten Minute unterwegs", sagte sie. CDU-Spitzenkandidat Armin Laschet wählte am Vormittag in Aachen. "Es gibt eine reale Chance, dass wir gewinnen können", zeigte auch er sich optimistisch. Das Ergebnis werde aber wahrscheinlich knapp.

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz war bereits am Morgen in seiner Heimatstadt Würselen zur Wahl gegangen. Es werde ein enges Rennen, "Kopf an Kopf", sagte er anschließend. Das Ergebnis der Landtagswahl stehe erst einmal für sich, sagte Schulz mit Blick auf die Bundestagswahl am 24. September. Die Spitzenkandidatin der Grünen, Sylvia Löhrmann, gab in Solingen ihre Stimme zur Landtagswahl in NRW ab, Özlem Demirel von der Linkspartei in Düsseldorf. Dagegen sparte sich der FDP-Vorsitzende Christian Lindner den Gang ins Wahllokal: Er nutzte die Möglichkeit zur Briefwahl.

In den letzten Meinungsumfragen lieferten sich die SPD von Ministerpräsidentin Kraft und die oppositionelle CDU ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Die Wahl in NRW ist der letzte politische Stimmungstest vor der Bundestagswahl im Herbst. Nach zwei CDU-Siegen bei den Landtagswahlen im Saarland und in Schleswig-Holstein hofft die SPD auf eine Trendwende.

Nordrhein-Westfalen wird von einer rot-grünen Koalition regiert. Diese hat aber in den Umfragen seit langem keine Mehrheit mehr. Bislang sind fünf Parteien im Parlament in Düsseldorf vertreten. Stärkste Kraft wurde 2012 die SPD mit 39,1 Prozent, gefolgt von der CDU mit 26,3 Prozent. Die Grünen erhielten 11,3, die FDP 8,6 und die Piratenpartei 7,8 Prozent.

dpa

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