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Deutschland / Welt Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern bei Regen
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10:42 04.09.2016
1,3 Millionen Menschen sind zur Wahl in Mecklenburg-Vorpommern aufgerufen. Quelle: dpa
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Schwerin

Bei regnerischem Wetter hat die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern begonnen. Bereits am Vormittag gaben die meisten Spitzenkandidaten ihre Stimmen ab. In Schwerin gingen Silke Gajek (Grüne), Cécile Bonnet-Weidhofer (FDP) und Leif-Erik Holm (AfD) an die Urne. Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) kam in Begleitung seiner Familie ins Wahlbüro.

Gut 1,3 Millionen Menschen sind aufgerufen, das Parlament für die nächsten fünf Jahre im Nordosten zu wählen. Umfragen sahen die SPD zuletzt mit 28 Prozent vorn. Das wäre ein herber Verlust im Vergleich zur Wahl vor fünf Jahren. Damals siegten die Sozialdemokraten mit 35,6 Prozent. Mit Spannung wird das Abschneiden der AfD erwartet. Sie könnte nach Umfragen mit mehr als 20 Prozent als zweitstärkste Kraft vor der CDU ins Schweriner Schloss einziehen.

Würden die Umfrageergebnisse bestätigt, könnten SPD und CDU ihre Koalition fortsetzen. Alternativ könnte es auch knapp für Rot-Rot-Grün reichen. In den letzten Umfragen lagen die Grünen bei 6 Prozent und die Linke zwischen 13 und 15 Prozent. Die Wahl gilt - zusammen mit der Wahl zum Abgeordnetenhaus in Berlin in zwei Wochen - bereits als Stimmungstest für die Bundestagswahl im Jahr 2017.

Nach Einschätzung des Rostocker Politikwissenschaftlers Martin Koschkar ist bisher noch keine Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern so massiv von einem bundespolitischen Thema überlagert worden. Die Themen Flüchtlinge, Zuwanderung, Integration polarisierten. Befragungen hätten gezeigt, dass sie die Wahlentscheidungen in allen Schichten beeinflussten.

In Mecklenburg-Vorpommern wird am Sonntag zum siebten Mal seit 1990 ein neuer Landtag gewählt. Die Legislaturperiode dauert fünf Jahre. Dem Parlament gehören derzeit fünf Parteien an, sieben aber machen sich größere Hoffnungen, über die Fünf-Prozent-Hürde zu kommen. Alles Wichtige zur Wahl finden Sie hier.

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