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Merkel verliert an Rückhalt in der Bevölkerung

ARD-"Deutschlandtrend" Merkel verliert an Rückhalt in der Bevölkerung

Nach den jüngsten Terroranschlägen verliert Bundeskanzlerin Angela Merkel an Rückhalt in der Bevölkerung. Im "ARD-Deutschlandtrend" büßte sie 12 Prozentpunkte ein. Ihr unionsinterner Widersacher Horst Seehofer legte dagegen um 11 Prozentpunkte zu.

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Angela Merkel hat im ARD-"Deutschlandtrend" deutlich an Zuspruch in der Bevölkerung verloren, während ihr unionsinterner Widersacher Horst Seehofer kräftig zugelegt hat.

Quelle: dpa/Ralf Hirschberger

Berlin. Merkel verliert im ARD-"Deutschlandtrend" im Vergleich zum Vormonat zwölf Punkte und erreicht 47 Prozent Zustimmung. Das ist der zweitschlechteste Wert in dieser Legislaturperiode nach Februar 2016 (46 Prozent). Die Umfrage wurde am Donnerstag veröffentlicht.

Der CSU-Vorsitzende und bayrische Ministerpräsident Seehofer gewinnt hingegen elf Punkte und erreicht 44 Prozent Zustimmung. Seehofer kritisiert Merkel seit Monaten heftig wegen ihrer Flüchtlingspolitik und fordert einen härteren Kurs von der CDU-Chefin.

Viele lehnen Merkels Flüchtlingspolitik ab

Auf Platz eins der Liste der beliebtesten Politiker liegt Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) mit 71 Prozent Zustimmung (minus drei Punkte im Vergleich zum Vormonat). Ihm folgen Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) mit 60 Prozent Zustimmung (minus vier) und der Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg Winfried Kretschmann (Grüne) mit 51 Prozent Zustimmung (minus vier im Vergleich zum April).

Die Zufriedenheit mit der Flüchtlingspolitik Merkels fiel auf den tiefsten Wert, seit die Frage im "Deutschlandtrend" im Oktober 2015 zum ersten Mal gestellt worden war. 34 Prozent der Befragten sind mit ihrer Flüchtlingspolitik zufrieden oder sehr zufrieden (minus acht im Vergleich zu April). 65 Prozent sind weniger beziehungsweise gar nicht zufrieden (plus sieben).

Mehrheit kritisiert Streit von CDU und CSU

Auch wenn Seehofer in der Beliebtheit deutlich zulegte, wird der andauernde Streit in der großen Koalition und insbesondere die Rolle der CSU diesbezüglich der Umfrage zufolge in der Bevölkerung kritisch gesehen. 91 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass die Koalitionspartner stärker gemeinsame Lösungen vorantreiben sollten, statt Streit in der Öffentlichkeit auszutragen. 64 Prozent der Befragten finden, dass der CSU ihre eigenen Interessen wichtiger sind als der Erfolg der Regierung.

In der Sonntagsfrage kommt die Union im Vergleich zum Vormonat allerdings unverändert auf 34 Prozent. Die SPD liegt weiterhin bei 22 Prozent. Linke und Grüne kommen unverändert auf neun beziehungsweise 13 Prozent. Die AfD erreicht weiterhin zwölf Prozent, die FDP verliert einen Prozentpunkt, würde mit derzeit fünf Prozent aber knapp wieder in den Bundestag einziehen.

Für die Sonntagsfrage befragte das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap im Auftrag der ARD-"Tagesthemen" 1503 Wahlberechtigte bundesweit. Die Fragen zur Beliebtheit von Politikerin, zur Zufriedenheit mit der Flüchtlingspolitik Merkels und dem Streit in der großen Koalition wurden 1003 Wahlberechtigten gestellt.

dpa/afp/RND

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