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Alle Flüchtlinge in Deutschland offiziell registriert

Bundesamt für Migration und Flüchtlinge Alle Flüchtlinge in Deutschland offiziell registriert

Etwa 1,1 Millionen Menschen haben im vergangenen Jahr Zuflucht in Deutschland gesucht. Mit ihrer Registrierung kamen die Behörden oft nicht hinterher – und mussten dafür viel Kritik einstecken. Nun meldet das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) einen großen Fortschritt.

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Ein Mitarbeiter des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (Bamf) übergibt in einer Bamf-Außenstelle das Muster eines sogenannten Ankunftsnachweises für Flüchtlinge. Nun meldet die Behörde: Inzwischen seien alle erfasst.

Quelle: Uwe Anspach/dpa (Archivbild 18.12.2015)

Nürnberg . Alle seit dem vergangenen Jahr nach Deutschland eingereisten Flüchtlinge sind nach Angaben des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) inzwischen registriert. Sie seien mit Fingerabdrücken, Foto und Personendaten erfasst und polizeilich überprüft worden, sagte die Leiterin des operativen Bereichs im BAMF, Katja Wilken-Klein, am Dienstag im ZDF-"Morgenmagazin". "Das gibt grundsätzlich Sicherheit, zu sehen, wer ist im Land."

Fortschritte auch bei Asylanträgen

An der im vergangenen Jahr oft fehlenden Registrierung der Menschen hatte es heftige Kritik gegeben. So könnten auch Terroristen unkontrolliert ins Land kommen, hatte etwa Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) beklagt.

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Innerhalb der nächsten acht Wochen will das BAMF dann auch die letzten Asylanträge entgegen genommen haben. Mitte Juli waren nach Angaben der Nürnberger Behörde etwa 150.000 Menschen in Deutschland, die noch keinen Asylantrag stellen konnten. Und bis Ende des Jahres werde das Bundesamt den "weit überwiegenden Teil" der knapp 496.000 bisher noch nicht entschiedenen Asylverfahren abgearbeitet haben, sagte Wilken-Klein. 

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Dies hatte auch Behördenchef Frank-Jürgen Weise bereits mehrfach betont. Im vergangenen Jahr waren knapp 1,1 Millionen Asylbewerber in Deutschland neu erfasst worden. Dabei gab es jedoch Doppelregistrierungen, viele Menschen reisten anschließend in andere Länder weiter. Im Februar 2016 wurde dann das sogenannte Integrierte Identitätsmanagement mit dem "Ankunftsnachweis" eingeführt.

Inzwischen werden alle neu ankommenden Asylbewerber bei ihrem ersten Kontakt mit deutschen Behörden registriert. Ihre Identität werden erfasst und ihre Daten zwischen den Behörden ausgetauscht.

dpa/RND

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