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Deutsche in der Türkei festgenommen

Verdacht auf Zugehörigkeit zur Gülen-Bewegung Deutsche in der Türkei festgenommen

Nach dem gescheiterten Putschversuch geht der türkische Präsident Erdogan gegen mutmaßliche Anhänger der Gülen-Bewegung vor. Dabei wurde auch eine deutsche Staatsbürgerin in der Türkei festgenommen.

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Bei der Verhaftungswelle des türkischen Präsidenten Erdogan gegen mutmaßliche Anhänger der Gülen-Bewegung ist auch eine deutsche Staatsbürgerin festgenommen worden.

Quelle: Turkish Presidental Press Office/dpa

Istanbul. Der Fall sei dem Auswärtigen Amt bekannt, berichteten am Freitag der WDR, der NDR und die Süddeutsche Zeitung. Demnach bemühe sich die deutsche Botschaft in Ankara bisher erfolglos seit Tagen um Kontakt zu der Frau. Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes bestätigte der Nachrichtenagentur dpa die Angaben.

Die deutsche Staatsbürgerin sei vor einigen Tagen verhaftet worden, meldeten WDR, NDR und SZ. Grund für die Festnahme sei der Verdacht auf Zugehörigkeit zur Bewegung des Predigers Fetullah Gülen, den die türkische Regierung hinter dem Mitte Juli gescheiterten Umsturzversuch vermutet.

Angeblich verdächtige Bücher gefunden

Bei ihr seien Bücher gefunden worden, die auf Kontakte zu oder einer Mitgliedschaft in der Gülen-Bewegung hinwiesen, berichteten die Medien. Nähere Informationen zur Identität der Frau lagen zunächst nicht vor. Deshalb ist auch noch unklar, warum sie sich in der Türkei aufhielt und ob sie dort dauerhaft lebt.

Nach dem gescheiterten Putschversuch im Juli wurden etwa 26.000 Menschen festgenommen, gegen 13.000 Verdächtige erging Haftbefehl. Die Reisepässe von fast 75.000 Personen wurden für ungültig erklärt, um die Flucht ins Ausland zu verhindern.

In der "Süddeutschen" kritisierte die Linken-Europaabgeordnete Cornelia Ernst die Festnahme der Deutschen in der Türkei – und das Verhalten der Bundesregierung. "Wir verlangen die sofortige Freilassung der deutschen Staatsbürgerin und die klare Aufforderung dazu seitens der Kanzlerin an Erdoğan."

dpa/RND/wer

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