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Zuwanderer stoßen zunehmend auf Ablehnung

Studie zur Wilkommenskultur Zuwanderer stoßen zunehmend auf Ablehnung

Die Willkommenskultur lässt in Deutschland nach. Eine Mehrheit der Bevölkerung befürwortet zwar die Aufnahme von Flüchtlingen, will aber nicht, dass die Migranten dauerhaft bleiben. Das geht aus einer Studie der Universität Bielefeld hervor.

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Demonstration zur Asylpolitik (Archivbild): Zuwanderer stoßen in Deutschland zunehmend auf Ablehnung. Zu diesem Ergebnis kommt eine sozialpsychologische Untersuchung.

Quelle: Jan Woitas/dpa

Bielefeld. Zuwanderer stoßen in Deutschland zunehmend auf Ablehnung. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue sozialpsychologische Untersuchung im Auftrag der Mercator-Stiftung, die am Donnerstag in Berlin vorgestellt wurde ( die Studie finden Sie hier). Demnach sank die Zustimmung zur sogenannten Willkommenskultur, außerdem pochen mehr Menschen auf "Vorrechte für Alteingesessene". Einige Ergebnisse der Untersuchung im Überblick:

  • Weniger Menschen freuen sich darüber, dass die Flüchtlinge nach Deutschland kommen. 27,5 Prozent der Befragten ohne Migrationshintergrund stimmten dem Satz zu: "Es gefällt mir, dass sich so viele Migranten für Deutschland als neue Heimat entscheiden." In einer identischen Umfrage vor zwei Jahren waren es 35,9 Prozent gewesen. Und 43,3 Prozent der Deutschen ohne Migrationshintergrund freien sich darüber, dass "sich immer mehr Migranten in Deutschland zu Hause fühlen". Vor zwei Jahren waren es noch 54,7 Prozent.
  • Ein wachsender Teil der Bevölkerung wünscht sich, dass die Flüchtlinge so schnell wie möglich in ihre Heimat zurückkehren. Knapp 55 Prozent der Befragten stimmten der Aussage zu: "Sobald sich die Lage in den Heimatländern der Flüchtlinge verbessert hat, sollten sie dorthin zurückgeschickt werden." 17,4 Prozent lehnten diese Aussage ab.
  • Fast 65 Prozent sagten aber auch: "In meiner Nachbarschaft sind mir Flüchtlinge genauso recht wie andere Menschen." Knapp 12 Prozent widersprachen.
  • 36,6 Prozent meinen:"Die hohen Flüchtlingszahlen gefährden die Zukunft Deutschlands." 38,9 Prozent stimmen dieser Aussage nicht zu. 
  • 74,7 Prozent sagten: "Wer irgendwo neu ist oder später hinzukommt, der sollte die gleichen Rechte haben wie alle anderen auch." Vor zwei Jahren waren noch 85,6 Prozent dafür.
  • 44,1 Prozent sagten: "Wer irgendwo neu ist oder später hinzukommt, der sollte sich erst mal mit weniger zufrieden geben." Vor zwei Jahren stimmten 32,4 Prozent zu.

Die Untersuchung stützt sich auf Interviews von 1300 repräsentativ ausgewählten Menschen in 2015/16 beziehungsweise 2006 repräsentativ ausgewählten Menschen in 2013/14, deren Einstellungen von den Autoren mit einem selbst konzipierten Messinstrumentarium erfasst wurden. Es soll ermöglichen, die Wertschätzung einer "pluralen Gesellschaft" und der "Öffnung des Heimatkonzepts für ethnische Minderheiten" abbilden zu können.

dpa/afp/RND/wer

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