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Deutschland / Welt Lebenslang für Attentäter von Stockholm
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14:32 07.06.2018
7. April 7 2017: Ein Terroranschlag erschüttert die schwedische Hauptstadt Stockholm. Jetzt ist der Täter verurteilt worden. Quelle: AP
Stockholm

Fünf Menschen starben, als ein Attentäter im April 2017 mit einem gestohlenen Bier-Lkw in Stockholm in eine Menschenmenge fuhr – am Donnerstag ist er zu einer lebenslangen Gefängnisstrafe verurteilt worden. Der 40-jährige Usbeke Rachmat Akilow wurde des fünffachen Mordes mit Terrorbezug für schuldig befunden. Er hat gesagt, er habe mit dem Anschlag Schweden für eine Beteiligung an der Bekämpfung der Terrormiliz „Islamischer Staat“ bestrafen wollen.

Bei den Todesopfern handelte es sich um einen Briten, eine Belgierin und drei Schweden, darunter ein elfjähriges Mädchen. 14 weitere Personen wurden verletzt. Richter Ragnar Palmkvist sagte, Akilow sei der einzige Tatverdächtige. Er wurde auch des versuchten Mordes in 119 Fällen und der Gefährdung von Menschenleben in 24 Fällen für schuldig befunden.

Täter wollte sich in die Luft sprengen

Staatsanwalt Hans Ihrmann hatte Akilow während des Verfahrens am Stockholmer Bezirksgericht als „Sicherheitsrisiko für die Gesellschaft“ bezeichnet. Der Verteidiger Johan Eriksson hatte für eine zeitlich begrenzte Gefängnisstrafe plädiert und argumentiert, dass Akilow während der Ermittlungen kooperativ gewesen sei.

Akilow hatte den Lastwagen auf einer belebten Einkaufsstraße in eine Menschenmenge und das Kaufhaus Ahlens in der Stockholmer Innenstadt gefahren. Er beabsichtigte, sich anschließend in die Luft zu jagen, scheiterte jedoch und verursachte in dem Lastwagen eine kleine Explosion. Die mutmaßliche Bombe bestand aus fünf Gasbehältern mit Dutzenden Schrauben, Klingen und kleinen Metallobjekten. Er flüchtete mit der U-Bahn und wurde mehrere Stunden später in einem Vorort festgenommen.

Von RND/dpa

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