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Ecuadors Botschaft

Linken-Abgeordnete Dagdelen trifft Assange


Die Linke-Bundestagsabgeordnete Sevim Dagdelen hat sich in der Botschaft von Ecuador in London mit dem dort festsitzenden Wikileaks-Gründer Julian Assange getroffen.
Julian Assange in der Botschaft Ecuadors.

Julian Assange in der Botschaft Ecuadors.

© dpa

London. Sie habe Assange die „solidarischen Grüße“ der Linkspartei übermittelt und ihm für die „Aufdeckung der Kriegsverbrechen im Irak und in Afghanistan“ gedankt, sagte die Sprecherin für Internationale Beziehungen der Linksfraktion am Sonntag nach dem Besuch. Sie sei die erste deutsche Bundestagsabgeordnete, die den Australier getroffen habe.

Assange habe ihr gesagt, er wünsche sich, dass Deutschland eine klare Position zu seinem Fall beziehe und nicht wie bisher untätig und neutral bleibe. Dagdelen kündigte an, sich auch bei den britischen und schwedischen Botschaftern in Berlin für Assange einzusetzen. Auch habe sie eine Erlaubnis für einen Besuch des in den USA in Haft sitzenden Wikileaks-Informanten Bradley Manning beantragt, aber noch keine Antwort bekommen. Es handle sich in dem Fall ihrer Ansicht nach um Verstöße gegen das Internationale Recht, daher wolle sie helfen.

Assange wird von den schwedischen Behörden wegen mutmaßlicher Sexualverbrechen gesucht und hat von Ecuador Asyl bekommen. Er kann die Botschaft jedoch nicht verlassen, weil er dann von den britischen Polizei festgenommen werden würde. Er fürchtet ein Verfahren in den USA, weil seine Internetplattform zahlreiche geheime Dokumente veröffentlicht hatte.

dpa

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