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Wagenknecht nennt Tortenattacke "saudämlich"

Parteitag in Magdeburg Wagenknecht nennt Tortenattacke "saudämlich"

Linken-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht ist auf dem Parteitag in Magdeburg mit einer Torte beworfen worden. Zu der Aktion bekannte sich eine "Antifaschistische Initiative "Torten für Menschenfeinde". Die Aktivisten gingen an Wagenknecht vorbei und warfen ihr die Torte direkt ins Gesicht.

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Linken-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht

Quelle: dpa

Berlin/Magdeburg. Die Linken-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht ist auf dem Bundesparteitag in Magdeburg Opfer einer Attacke mit einer Torte geworden. Ein junger Mann drängte sich laut Augenzeugen vor die erste Reihe, in der Wagenknecht saß, und warf ihr eine braune Cremetorte direkt ins Gesicht. Zu der Aktion bekannte sich eine "Antifaschistische Initiative "Torten für Menschenfeinde"". Wagenknecht beugte sich voller Tortenreste im gesamten Gesicht leicht nach vorne. Die danebensitzende Parteichefin Katja Kipping und Co-Fraktionschef Dietmar Bartsch schirmten Wagenknecht umgehend ab. Bartsch begleitete sie durch einen Seitenausgang aus der Halle. Dort sammelte sich Wagenknecht erst einmal und entfernte die gröbsten Spuren. 

Auf dem Parteitag der Partei die Linke ist Fraktionschefin Sahra Wagenknecht mit einer Torte beworfen worden.

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Die Attacke fand während der Eröffnungsrede von Parteichef Bernd Riexinger statt, der seine Ansprache mit den Worten "Was ist denn da los" unterbrach. In ausgeteilten Flugblättern zogen die Aktivisten eine Linie von Wagenknecht zur AfD-Politikerin Beatrix von Storch. Beide teilten nicht nur die Torte im Gesicht, so der Zettel. Ein als Clown verkleideter Mann hatte die AfD-Politikerin bei einer nicht-öffentlichen Sitzung der AfD-Programmkommission im Februar in Kassel mit einer Torte beworfen.

In dem Flugblatt wird Wagenknecht vorgeworfen, sie sei wie die AfD bemüht, den "Volkszorn" in politische Forderungen zu übersetzen. Zwischen AfD und Linken gebe es einen "nationalen Konsens". Wagenknecht hatte Kritik auf sich gezogen mit der Position, nicht alle Flüchtlinge könnten nach Deutschland kommen. Sie zog sich nach der Attacke in ihrem Hotel um. Eine Parteisprecherin sagte, es werde Anzeige gegen eine Frau und einen Mann erstattet.

Ordner verwiesen den Täter des Geländes. Die Polizei ließ ihn nach einer Vernehmung wieder laufen. Gegen den 23-Jährigen aus Weißenfels (Sachsen-Anhalt) wird nun wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung ermittelt, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Die Linke-Politikerin selbst lässt noch offen, ob sie Strafanzeige stellt.

Der Täter stammte augenscheinlich aus "linken Strukturen". Sie hätten sich als Pressevertreter angemeldet.  Riexinger, Kipping und Bartsch verurteilten den Angriff scharf. Gewalt sei kein Mittel der Auseinandersetzung, sagte Riexinger. Kipping sagte: "Das war nicht nur ein Angriff auf Sahra, das war ein Angriff auf uns alle." Wagenknecht sei klar gegen Rassismus und Diskriminierung. Sie habe wie alle Linken im Bundestag geschlossen "gegen die Verstümmelung des Asylrechts" gestimmt. "Wir weisen geschlossen zurück, was hier in diesem Wisch steht", sagte Kipping mit Bezug zu dem Flugblatt unter dem Applaus der mehr als 500 Delegierten. Bartsch sagte: "Das ist nicht links, das ist auch nicht antifaschistisch, das ist asozial, das ist hinterhältig, das ist dumm."

Wagenknecht selbst nannte die Attacke eine "saudämliche Aktion". Sie werde sich durch solche Aktionen nicht davon abhalten lassen, sich weiter für die Linke zu engagieren. Am schlimmsten sei es für sie, dadurch mit jemandem wie der AfD-Vizechefin Beatrix von Storch auf eine Stufe gestellt zu werden, fügte  Wagenknecht hinzu. Das zeige, "dass hier völlige politische Analphabeten am Werk waren".

dpa

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