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Droh-Mail kam angeblich aus Frankfurt

Los Angeles schließt Schulen Droh-Mail kam angeblich aus Frankfurt

In Los Angeles sind alle Schulen geschlossen worden, nachdem eine Drohung eingegangen ist. Angeblich wurde die E-Mail von einem Computer in Frankfurt verschickt.

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Nach einer Drohung hat die Polizei alle Schulen in Los Angeles geschlossen. Die Busse wurden abgestellt.

Quelle: EPA/PAUL BUCK

Los Angeles. Eine per E-Mail versandte Drohung hat am Dienstag zur Schließung aller Schulen in der kalifornischen Metropole Los Angeles geführt. Die Schulbehörden informierten noch vor Schulbeginn mehr als 640.000 Schüler vom Vorschulalter bis zur zwölften Jahrgangsstufe, dass sie nicht zum Unterricht kommen sollen. Wer bereits auf dem Weg war, wurde beim Eintreffen in der Schule wieder nach Hause geschickt. Nach Angaben der Schulbehörde wurde die E-Mail von einem Computer gesendet, dessen IP-Adresse in Frankfurt angesiedelt sein soll.

Pfad wird nach Europa zurückverfolgt

Der Vorsitzende des Innenausschusses im US-Repräsentantenhaus, Michael McCall, erklärte, der elektronische Pfad werde nun zurück nach Europa verfolgt. Der Autor der E-Mail habe sich als Dschihadist ausgegeben und mit dem Einsatz von Nervengas gedroht, sagte der kalifornische Parlamentarier Brad Sherman dem US-Sender CNN nach Einsicht des Schreibens. Von 32 Komplizen sei die Rede. Sherman zog die Glaubwürdigkeit der E-Mail in Zweifel. Sie habe Tippfehler enthalten und einen "pornografischen Bezug zu einem Körperteil", den Dschihadisten eher nicht herstellen würden.

Drohung gegen mehrere Schulen

Polizei und Schulbehörde machten keine genauen Angaben zur Art der Bedrohung. Nach Medienberichten sollen Rucksäcke eine Rolle gespielt haben. Die Drohung habe sich gegen mehr als eine Schule gerichtet, sagte Ramon Cortines, Leiter des Schulbezirks. "Wir gehen kein Risiko ein", betonte er. Alle rund 900 Schulen sollten deshalb nach möglichen Sprengsätzen oder Waffen durchsucht werden. Ob der Unterricht am Mittwoch fortgesetzt werden kann, war zunächst nicht klar.

Nach einer Drohung hat die Polizei alle Schulen in Los Angeles geschlossen. 640.000 Schüler wurden noch vor Unterrichtsbeginn wieder nach Hause geschickt.

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Auch in New York gab es nach Angaben der Polizei eine fast identische Drohung, die dort aber als nicht glaubwürdig eingestuft wurde. Sie stammte ebenfalls "aus dem Ausland", wie mitgeteilt wurde. "Solche Drohungen sollen Angst verbreiten. Wir können nicht zulassen, dass das Maß an Angst steigt", sagte New Yorks Polizeichef William Bratton.

Behörde rechtfertigt Handeln mit San Bernardino

Unmittelbar nach Bekanntwerden der Drohung in Los Angeles machten Spekulationen die Runde, es könnte sich um einen schlechten Scherz gehandelt haben. Mehrere Experten erklärten, es dürfe nicht zu einer Situation kommen, in der sich die USA von Drohgebärden ins Bockshorn jagen und zu übereilten Maßnahmen verleiten lasse. New Yorks Polizeichef William Bratton bezeichnete die Schulschließungen wörtlich als "Überreaktion".

Der Leiter der Schulbehörde rechtfertigte indes sein Vorgehen: "Ich glaube, es ist wichtig, diese Vorsichtsmaßnahmen zu treffen, wenn man bedenkt, was kürzlich passiert ist", sagte Cortines.

Im kalifornischen San Bernardino, nur eine gute Autostunde von Los Angeles entfernt, waren vor zwei Wochen bei einer Massenschießerei auf eine öffentliche Einrichtung 14 Menschen sowie die beiden Angreifer getötet worden. Das FBI hatte den Angriff als  Terrorakt gewertet. Der Gebrauch von Schusswaffen auf dem Gelände von Schulen und Universitäten hat sich in den USA in der jüngeren Vergangenheit stark ausgebreitet. Präsident Barack Obama verlangte wiederholt, die umstrittenen Waffengesetze zu verschärfen.

dpa/wer

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