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Lothar Späth ist tot

Ex-Ministerpräsident Lothar Späth ist tot

Der ehemalige Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Lothar Späth, ist im Alter von 78 Jahren nach schwerer Krankheit gestorben. Darüber sei das Staatsministerium in Stuttgart am Freitag informiert worden, sagte ein Sprecher der Landesregierung.

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Stuttgart. Späth war von 1978 bis 1991 fünfter Ministerpräsident des 1952 gegründeten Bundeslandes. Auch nach seinem Ausscheiden aus der Politik 1991 war er in der Öffentlichkeit und der Wirtschaft stets aktiv. In Thüringen hatte Späth sich mit dem Umbau und der Sanierung von Jenoptik befasst. Er leitete das Unternehmen von 1991 bis 2003.

Der frühere baden-württembergische Ministerpräsident Lothar Späth mit seiner Gattin Ursula, aufgenommen 4. Juni 1999 vor einem Festakt in Stuttgart. Seit dem 31. März 2014 geht das Paar nach 51 Ehejahren getrennte Wege. 

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Seit einigen Jahren äußerte er sich nicht mehr öffentlich. "Er hat sich ins Privatleben zurückgezogen", sagte eine CDU-Sprecherin unlängst im baden-württembergischen Wahlkampf.

Erst vor zehn Tagen war bekannt geworden, dass Späth schwer an Demenz erkrankt war. Er sei in einem Pflegeheim untergebracht, hatte seine Tochter der Zeitung "Bild am Sonntag" erzählt.

Bundesrat würdigt Späth

Der Bundesrat hat des gestorbenen ehemaligen baden-württembergischen Ministerpräsidenten Lothar Späth (CDU) gedacht. Späth habe sich "großartige Verdienste" um sein Bundesland erworben, sagte Bundesratspräsident Stanislaw Tillich (CDU) am Freitag während einer Sitzung der Länderkammer. Auch beim Aufbau der ostdeutschen Bundesländer sei man ihm "zu großem Dank verpflichtet", das gelte für Sachsen, aber auch für Thüringen und das Unternehmen Jenoptik. "Wir teilen die Trauer der Angehörigen um Lothar Späth." Er sei "ein großartiger Politiker der Bundesrepublik Deutschland" gewesen.

dpa/afp

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