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Lucke kündigt Entscheidung an

Austritt aus der AfD? Lucke kündigt Entscheidung an

Nach seiner Niederlage im parteiinternen Machtkampf bei der AfD will Parteigründer Bernd Lucke in den nächsten Tagen über seine Zukunft in der Partei entscheiden. Nach Luckes Angaben haben Hunderte Menschen der AfD seit dem Wahlsieg von Frauke Petry den Rücken gekehrt.

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"Enttäuscht, dass die AfD diese Richtung genommen hat": Bernd Lucke

Quelle: afp

Straßburg. Der liberal-konservative Gründer der Partei Alternative für Deutschland (AfD), Bernd Lucke, will in den nächsten Tagen über seinen Verbleib in der Partei entscheiden. Ein Entschluss, aus der Partei auszutreten, müsse erst reifen, sagte Lucke am Dienstag in Straßburg. Bei dem Parteitag der AfD am Wochenende hatte der rechte Flügel um Frauke Petry den Machtkampf für sich entschieden.

Ob Lucke und der liberal-konservative Flügel der AfD eine neue Partei gründen, sei nach seinen Angaben ein Thema, das "massiv auf uns zukommt". Dabei sprach er von vielen Austritten nach dem Sieg der Kontrahentin Petry bei der Vorsitzendenwahl. Beziffern konnte er die Austritte nicht, es seien Hunderte. Über seine Niederlage sagte Lucke, er fühle sich "befreit von einer schweren Last und enttäuscht, dass die AfD diese Richtung genommen hat".

Auch Adam denkt über Austritt nach

Sein Parteikollege in Straßburg, der frühere Industriepräsident Hans-Olaf Henkel, ist aus der AfD ausgetreten, der Wirtschaftsprofessor Joachim Starbatty hat seinen Austritt angekündigt. Die sieben AfD-Abgeordneten im EU-Parlament wollen nach Angaben Luckes auch weiterhin ihre Arbeit innerhalb der Fraktion der Konservativen (ECR) fortsetzen, die von Euroskeptikern und britischen Tories dominiert wird.

Über einen Austritt denkt auch der ehemalige Co-Vorsitzende Konrad Adam nach. "Ich habe noch nicht entschieden, ich erwäge es aber", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Der konservative Publizist erklärte, er habe sich während des Bundesparteitages in Essen am vergangenen Wochenende sehr über die "Bierzeltparolen" einiger Teilnehmer geärgert. Der neuen Parteivorsitzenden Frauke Petry warf er vor, sie predige zwar Basisdemokratie, sei aber dabei, die AfD in eine gut organisierte Kaderpartei zu verwandeln.

dpa

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