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Deutschland / Welt May zur Favoritin auf Cameron-Nachfolge gekürt
Nachrichten Politik Deutschland / Welt May zur Favoritin auf Cameron-Nachfolge gekürt
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22:09 05.07.2016
Die Favoritin legt vor: Innenministerin Theresa May. Quelle: Will Oliver/dpa
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London

In Großbritannien deutet alles auf einen Machtkampf zwischen zwei Frauen um die Führung der konservativen Tories hin. Innenministerin Theresa May (59) brachte in der ersten Auswahlrunde am Dienstag mehr Abgeordnete der Partei hinter sich als alle ihre Rivalen zusammen.

May mit 165 Stimmen weit vor ihren Konkurrenten

Stärkste Konkurrentin ist die Energie-Staatssekretärin Andrea Leadsom (53). Somit könnte erstmals seit dem Rückzug Margaret Thatchers 1990 wieder eine Frau als Premier in Downing Street 10 einziehen.

Im Rennen um die Nachfolge des scheidenden Premierministers David Cameron schied am Dienstagabend der erste von fünf Bewerbern aus. Der ehemalige Verteidigungsminister Liam Fox erhielt im ersten Wahlgang nur 16 Stimmen der konservativen Parlamentarier, wie die BBC berichtete.

Die Favoritin May lag mit 165 Stimmen weit vor ihren Konkurrenten: Für Leadsom stimmten 66 Parlamentarier, Justizminister Michael Gove lag bei 48 Stimmen, der Arbeitsminister Stephen Crabb bei 34.

Crabb zog daraufhin seine Kandidatur zurück. Er sagte laut BBC der Favoritin Theresa May (59) seine Unterstützung zu. Die Innenministerin sei die einzige Kandidatin, die die Tory-Partei vereinen und eine starke Regierung führen könne, zitierte ihn der Sender.

In der letzten Wahlrunde entscheiden die Parteimitglieder

Nach dem Ausscheiden von Fox bleiben die vier übrigen Bewerber im Rennen für die nächsten Abstimmungen, da jeweils nur der Letztplatzierte ausscheidet. Den Kampf um den Vorsitz der Tories hatte der angekündigte Rücktritt des Premierministers David Cameron eröffnet, der nach seiner Niederlage beim EU-Votum in den kommenden Monaten abtritt.

In weiteren Wahlgängen müssen die Tory-Abgeordneten zwei aus den übrigen vier Kandidaten auswählen, dies dürfte sich bis zum nächsten Dienstag hinziehen. Später müssen die rund 150.000 Parteimitglieder dann über die beiden verbliebenen Bewerber abstimmen. Bis spätestens 9. September soll die Personalfrage gelöst sein.

dpa/RND

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